Lothar Matthäus verrät sein größtes Karriere-Bedauern: Der nie stattgefundene Wechsel zu Real Madrid
Alex TintzmannLothar Matthäus verrät sein größtes Karriere-Bedauern: Der nie stattgefundene Wechsel zu Real Madrid
1991 stand Lothar Matthäus kurz vor einem Wechsel zu Real Madrid – ein Transfer, der für großes Aufsehen gesorgt hätte. Der deutsche Mittelfeldspieler hatte wiederholt seinen Wunsch geäußert, das berühmte weiße Trikot der Königlichen zu tragen, doch am Ende zerschlug sich der Deal. Jahrzehnte später gab Matthäus zu, es zu bereuen, die Chance verpasst zu haben, für den spanischen Rekordmeister zu spielen.
Allerdings gibt es keine offiziellen Unterlagen, die ein konkretes Transferangebot von Real Madrid für Matthäus in D-Mark belegen. Die Verwirrung könnte auf einen anderen Wechsel zurückgehen: 1973 hatte der Klub für Günter Netzer etwa 720.000 D-Mark (plus 80.000 D-Mark in Raten) gezahlt – eine Summe, die inflationsbereinigt heute rund 2,1 Millionen Euro entsprechen würde.
Der Transfer schien bereits so gut wie perfekt, scheiterte dann aber in letzter Minute. Ernesto Pellegrini, der damalige Präsident des FC Internazionale Mailand, weigerte sich, Matthäus freizugeben, und verglich ihn mit einem Gemälde von Picasso – zu wertvoll, um ihn herzugeben. Pellegrinis unnachgiebige Haltung vereitelte den Deal, obwohl Matthäus brennend darauf aus war, den Verein zu wechseln.
Ein weiteres Hindernis ergab sich aus einem parallelen Streit zwischen Real Madrid und Inter Mailand. Beide Klubs waren in zähe Verhandlungen über den chilenischen Stürmer Iván Zamorano verwickelt, und die angespannte Atmosphäre soll Matthäus' möglichen Wechsel zusätzlich erschwert haben.
Nach dem gescheiterten Transfer kehrte Matthäus 1992 zum FC Bayern München zurück. Seine Zeit bei den Bayern war von zwei schmerzhaften Niederlagen im Champions-League-Finale geprägt: 1987 gegen den FC Porto und 1999 gegen Manchester United.
Jahre später blickt Matthäus auf die verpasste Chance zurück und räumt ein, dass er gerne für Real Madrid gespielt hätte. Das ikonische weiße Trikot der Madrilenen blieb für den deutschen Fußballlegende ein Symbol für das, was hätte sein können.
Der Wechsel kam nie zustande, und Matthäus setzte seine Karriere woanders fort. Sein Bedauern über die gescheiterte Transfer zeigt, wie nah er dran war, zu einem der größten Vereine der Fußballgeschichte zu stoßen. Gleichzeitig hält sich die Verwirrung um die Ablösesumme: Es existieren keine bestätigten Aufzeichnungen, die Matthäus mit einem D-Mark-Angebot von Real Madrid in Verbindung bringen.






