Lünecom täuscht Kunden: Beratungsprotokoll entpuppt sich als Glasfaser-Vertrag
Herbert RennerLünecom täuscht Kunden: Beratungsprotokoll entpuppt sich als Glasfaser-Vertrag
Lünecom Glasfaser: Vertrag als Beratungsprotokoll getarnt (Aktualisierung)
Vorsicht vor den Methoden von Glasfaser-Vertretern: Verbraucherschützer berichten über einen Fall bei Lünecom, bei dem ein Kunde statt eines Beratungsprotokolls einen Vertrag unterschrieb
30. November 2025, 12:15 Uhr
Ein Verbraucher in Niedersachsen soll von einem Verkaufsmitarbeiter getäuscht und zur Unterzeichnung eines bindenden Vertrags für einen Glasfaseranschluss gedrängt worden sein. Das beteiligte Unternehmen, die Lünecom Kommunikationslösungen GmbH, steht nun wegen aggressiver Verkaufspraktiken in der Kritik. Verbraucherschutzorganisationen stufen den Vorfall als klaren Verstoß gegen die Transparenzpflichten nach deutschem Recht ein.
Der Fall nahm seinen Lauf, als ein Lünecom-Mitarbeiter den Haushalt des Kunden aufsuchte. Statt klare Vertragsdetails zu nennen, legte der Verkäufer ein Dokument vor, das als "Beratungsprotokoll" bezeichnet wurde. Der Verbraucher unterschrieb es – ohne zu ahnen, dass es sich in Wahrheit um einen rechtlich verbindlichen Vertrag für eine deutsche Glasfaser handelte.
Der Vorfall zeigt die Risiken von Haustürgeschäften unter Druck und unterstreicht, wie wichtig es ist, Vertragsbedingungen genau zu prüfen. Verbraucher, die sich getäuscht fühlen, können sich noch innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist vom Vertrag lösen. Eine interne Überprüfung bei Lünecom soll nun klären, ob weitere Maßnahmen nötig sind, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.