Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber nach Doping-Disqualifikation
Alex TintzmannMartin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber nach Doping-Disqualifikation
Der deutsche Para-Triathlet Martin Schulz hat nachträglich die Silbermedaille der Paralympics 2024 in Paris erhalten, nachdem der ursprüngliche Zweitplatzierte wegen Dopings disqualifiziert wurde. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) bestätigte die Entscheidung nach einer Berufungsverhandlung im Januar 2026.
Schulz, ein 36-jähriger Athlet des SC DHfK Leipzig, hatte im Sprintwettbewerb der Spiele 2024 zunächst Bronze gewonnen. Die Aufwertung seiner Medaille erfolgte, nachdem der brasilianische Triathlet Ronan Nunes Cordeiro, der ursprünglich als Zweiter ins Ziel gekommen war, positiv auf das verbotene Mittel 19-Norandrosteron getestet worden war.
Cordeiro war bereits im Oktober 2024 vorläufig gesperrt worden. Seine Disqualifikation wurde am 28. Januar 2026 nach einer IPC-Berufungsverhandlung endgültig bestätigt. In der Folge wurden alle seine Ergebnisse von den Paralympics in Paris annulliert.
Durch den Beschluss des IPC rückte Schulz automatisch auf den Silberrang vor. Die World Triathlon wird nun über weitere Sanktionen gegen Cordeiro entscheiden, darunter möglicherweise ein Wettkampfverbot.
Schulz, zweifacher Paralympics-Sieger aus Sachsen, besitzt damit nun eine Silbermedaille von den Spielen 2024. Die Entscheidung des IPC folgte einem langen Prüfverfahren, während gegen Cordeiro noch weitere disziplinarische Maßnahmen anhängig sind.






