29 January 2026, 07:33

Niedersachsen reformiert Tierschutz: Beirat und Landesbeauftragte bündeln Kräfte

Ein Plakat, das einen Zoo in München, Deutschland, bewirbt, mit einem Leoparden und einer Katze und Text, der Informationen über den Zoo enthält.

Niedersachsen reformiert Tierschutz: Beirat und Landesbeauftragte bündeln Kräfte

Niedersachsen reformiert Tierschutzsystem für mehr Effizienz Die Landesregierung hat den Tierschutz in Niedersachsen neu strukturiert, um die Arbeit effizienter zu gestalten. Das Kabinett beschloss, den Tierschutzbeirat mit dem Amt der Landesbeauftragten für Tierschutz (LBT) zusammenzuführen. Damit sollen Entscheidungsprozesse beschleunigt und die Kontrolle gestärkt werden.

Der Tierschutzbeirat, 1991 eingerichtet, berät die Regierung in Fragen des Tierschutzes. Ihm gehören 16 ehrenamtliche Mitglieder an, darunter Vertreter von Verbänden, Kirchen und eine Wissenschaftlerin. Ein neu berufener Beirat trat im Oktober 2024 sein Amt an und bleibt bis September 2027 im Amt.

Künftig übernimmt die Landesbeauftragte für Tierschutz die administrativen Aufgaben des Beirats – eine Rolle, die sie zuletzt bis 2018 innehatte. Seit Mai 2024 amtiert die Tierärztin Dr. Julia Pfeiffer-Schlichting als LBT. Sie arbeitet unabhängig und steht der Landesregierung als Expertin in Tierschutzfragen zur Seite.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte begrüßt die Reform und betont, sie werde die Tierschutzpolitik wirksamer machen. Die Umstrukturierung wurde in einer Kabinettssitzung offiziell beschlossen.

Ziel der Zusammenlegung ist ein abgestimmteres Vorgehen im Tierschutz. Durch die Federführung der LBT erhoffen sich die Verantwortlichen schnellere Reaktionen auf Missstände. Das neue System soll mindestens bis 2027 bestehen bleiben.