29 January 2026, 23:22

Niedersachsen steht still: ver.di-Streiks legen Krankenhäuser und Behörden lahm

Eine Gruppe von Menschen vor einem Gebäude mit Säulen und einer Tür, die ein Transparent mit Text, Fahnen mit Stangen und Ballons halten, bei einer Klimademonstration in Deutschland.

Niedersachsen steht still: ver.di-Streiks legen Krankenhäuser und Behörden lahm

Öffentliche Dienstleistungen in Niedersachsen vor massiven Einschränkungen durch ver.di-Streiks

In der nächsten Woche kommt es in Niedersachsen zu erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst, da die Gewerkschaft ver.di zu flächendeckenden Streiks aufruft. Beschäftigte aus Krankenhäusern, Hochschulen und Straßenbauämtern werden zwischen dem 2. und 6. Februar die Arbeit niederlegen. Für den 3. Februar ist zudem eine zentrale Kundgebung vor dem Finanzministerium in Hannover geplant.

Die Streiks beginnen am 2. Februar und betreffen zentrale Einrichtungen. Am Universitätsklinikum Hannover (MHH) wird bis zum 4. Februar nicht gearbeitet. Auch der Winterdienst in Hannover, Hameln und Hildesheim ruht in diesem Zeitraum.

Ab dem 3. Februar bis zum 5. Februar schließen sich die Mitarbeiter von IT.Niedersachsen an, was zu Einschränkungen bei der technischen Unterstützung und Störungsbehebung vor Ort führt. Beteiligt sind zudem die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover sowie das Landesamt für Statistik. Auch Umweltbehörden haben ihre Teilnahme bestätigt.

Am 3. Februar findet um 10:30 Uhr eine Demonstration vor dem Finanzministerium in Hannover statt. Nach Redebeiträgen wird ein Protestmarsch zum Goseriede-Platz stattfinden. Die Aktion knüpft an eine ähnliche Kundgebung im Jahr 2021 an, als sich Beschäftigte unter dem damaligen Finanzminister Reinhold Hilbers vor demselben Ministerium versammelten.

Später in der Woche, vom 4. bis 6. Februar, streiken die Mitarbeiter des Universitätsklinikums Göttingen (UMG), wodurch sich die Beeinträchtigungen im Gesundheitswesen ausweiten.

Die Arbeitsniederlegungen werden sich auf Verkehr, Bildung und Gesundheitsversorgung in der gesamten Region auswirken. Straßeninstandhaltung, IT-Support und Krankenhausbetrieb müssen mit Verzögerungen oder eingeschränkten Dienstleistungen rechnen. Die Streikmaßnahmen der Gewerkschaft sollen mindestens bis zum 6. Februar andauern.