09 January 2026, 10:57

Niedersachsens Landwirtschaft senkt Treibhausgase – doch die Herausforderungen bleiben groß

Kühe grasen auf grüner Wiese mit Bäumen und trockenem Gras im Hintergrund.

Rinder sind die größte Quelle für Treibhausgasemissionen - Niedersachsens Landwirtschaft senkt Treibhausgase – doch die Herausforderungen bleiben groß

Die Landwirtschaft in Niedersachsen verursachte 2023 rund 8,2 % weniger Treibhausgase als noch 1990. Dieser Rückgang ist Teil eines bundesweiten Trends: Im selben Zeitraum sank der Ausstoß der deutschen Agrarbranche insgesamt um 25,2 %. Trotz dieser Fortschritte ist die Landwirtschaft heute weiterhin für fast ein Zehntel der gesamten Emissionen des Landes verantwortlich.

2023 setzte die deutsche Landwirtschaft etwa 57 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente frei – das entspricht rund 7–8 % der nationalen Gesamtemissionen. Der Agrarsektor ist damit für 9,3 % der Treibhausgase in Deutschland verantwortlich. Niedersachsen allein verursachte 23 % der landwirtschaftlichen Emissionen des Landes.

Der Rückgang in Niedersachsen geht vor allem auf die verringerte Tierhaltung seit der Wiedervereinigung zurück. Methan, das bei der Verdauung von Wiederkäuern wie Rindern und Schafen entsteht, macht 63 % der agrarbedingten Treibhausgase des Bundeslandes aus. Rinder allein stießen 2023 rund 5,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente in Form von Methan aus. Lachgas, ein weiteres starkes Treibhausgas, trug im selben Jahr mit 4,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten zu den Emissionen bei. Die kombinierte Wirkung dieser Gase unterstreicht die anhaltende Umweltbelastung durch den Sektor – trotz schrittweiser Verbesserungen.

Niedersachsens Landwirtschaft hat seit 1990 stetige Fortschritte bei der Reduzierung der Emissionen erzielt. Da die Tierhaltung jedoch weiterhin eine zentrale Quelle für Methan und Lachgas bleibt, ist die Region nach wie vor ein bedeutender Faktor im agrarischen CO₂-Fußabdruck Deutschlands. Die Daten zeigen sowohl die erreichten Erfolge als auch die künftigen Herausforderungen auf dem Weg zu weiteren Emissionssenkungen.