26 March 2026, 18:33

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Industrie schwächelt, Dienstleister wachsen

Schwarze und weiße Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Gebirge und Städte zeigt.

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Industrie schwächelt, Dienstleister wachsen

Umsatzrückgang in Niedersachsen: 1,8 Prozent weniger auf 746 Milliarden Euro

Der Geschäftsumsatz in Niedersachsen ist 2024 um 1,8 Prozent gesunken und lag bei rund 746 Milliarden Euro. Treiber des Rückgangs waren vor allem deutliche Einbußen in der Industrie und im Energiesektor – trotz Wachstum in wichtigen Dienstleistungsbranchen.

Besonders stark betroffen waren die Energieversorger, deren Erlöse um 17 Prozent einbrachen und damit auf das Niveau vor der Energiekrise zurückfielen. Auch die Industrie kämpfte mit Rückgängen: Der Umsatz schrumpfte um 5,5 Prozent, wobei der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung zu den am stärksten gebeutelten Bereichen zählten.

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Dagegen entwickelten sich dienstleistungsorientierte Sektoren positiv. Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verzeichneten ein kräftiges Umsatzplus, und auch wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen expandierten. Dies unterstreicht den anhaltenden Strukturwandel hin zu einer dienstleistungsgeprägten Wirtschaft.

Die Zahl der registrierten Unternehmen in Niedersachsen stieg leicht um 0,6 Prozent auf 276.260 im Jahr 2024. Doch die Zuwächse im Dienstleistungsbereich konnten die deutlichen Rückgänge in Produktion und Handel nicht ausgleichen. Aktuelle Zahlen zum Einzelhandel in der Region lagen nicht vor.

Der insgesamt gesunkene Umsatz zeigt die Herausforderungen, vor denen traditionelle Industrien in Niedersachsen stehen. Während Dienstleistungsbranchen weiter wachsen, bleiben Fertigung und Energiewirtschaft unter Druck. Die Gesamtzahl der Unternehmen erhöhte sich zwar leicht, doch die Wirtschaftsstruktur verschiebt sich zunehmend in Richtung Dienstleistungen.

Quelle