22 January 2026, 13:24

Olaf Lies fordert Tempo beim strittigen EU-Mercosur-Abkommen und warnt vor wirtschaftlichen Risiken

Ein Blatt mit einer detaillierten Karte der Britischen Jungferninseln und des Golfs von Mexiko, das als "carte réduite de la mer de marmara" beschriftet ist, mit zusätzlichem Text darauf.

Lügen: "Niedersächsische Wirtschaft braucht Mercosur" - Olaf Lies fordert Tempo beim strittigen EU-Mercosur-Abkommen und warnt vor wirtschaftlichen Risiken

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies drängt auf schnellere Fortschritte beim EU-Mercosur-Handelsabkommen. Er kritisierte die jüngste Entscheidung des Europäischen Parlaments, den Vertrag zur rechtlichen Prüfung an den Gerichtshof der Europäischen Union zu verweisen. Lies warnte, dass Verzögerungen wirtschaftliche Chancen für die Region gefährden könnten.

Das EU-Mercosur-Abkommen zielt darauf ab, eine der größten Freihandelszonen der Welt zu schaffen. Es würde Zölle und Handelsbarrieren abbauen und so den Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken erleichtern.

Lies betonte die Bedeutung des Abkommens für die Wirtschaft Niedersachsens. In der heutigen instabilen geopolitischen Lage seien verlässliche Handelspartner unerlässlich, argumentierte er. Gleichzeitig äußerte der Ministerpräsident Frust über das Fehlen eines klaren Zeitplans für das Prüfverfahren. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič ist für die Voranbringung der Vereinbarung zuständig. Doch die Überweisung an den Gerichtshof durch das Europäische Parlament hat zusätzliche Unsicherheit geschaffen. Lies forderte eine zügige Lösung, um langfristige wirtschaftliche Rückschläge zu vermeiden.

Nach der Entscheidung des Europäischen Parlaments bleibt das EU-Mercosur-Abkommen in der Schwebe. Die Landesregierung Niedersachsens sieht darin einen zentralen Motor für das Handelswachstum. Ohne festgelegten Prüfzeitraum könnten Unternehmen in der Region weiterhin mit Verzögerungen beim Zugang zu neuen Märkten konfrontiert sein.