28 June 2026, 10:21

Özdemir warnt vor AfD als größte Gefahr für Deutschlands Demokratie

Özdemir sieht Demokratie so bedroht wie nie zuvor

Özdemir warnt vor AfD als größte Gefahr für Deutschlands Demokratie

Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hat eine drastische Warnung vor dem Zustand der Demokratie in Deutschland ausgesprochen. Er behauptet, das Land sehe sich mit einer größeren Bedrohung für seine demokratischen Werte konfrontiert als je zuvor. Im Mittelpunkt seiner Sorgen steht der Aufstieg der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD).

Özdemir befürwortet ein mögliches Verbot der AfD. Er argumentiert, dass Artikel 21 des deutschen Grundgesetzes, der die Verbotsmöglichkeit politischer Parteien vorsieht, genau geprüft werden sollte. Dieser Passus sei nicht ohne Grund in die Verfassung aufgenommen worden, sondern spiegle einen klaren Auftrag wider: den Schutz der Demokratie.

Besonders betonte er die historische Verantwortung Deutschlands als Land der Shoah sowie die Bedingungen der Wiedervereinigung. Sollte die AfD an die Macht kommen, wäre dies für ihn ein Zeichen, dass Deutschland seine Nachbarn und die Welt verraten habe. Die von der Partei ausgehende Gefahr bezeichnete er als enorm – mit potenziell globalen Folgen.

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Özdemir kündigte zudem an, Hochburgen der AfD zu besuchen, um direkt mit Wählern ins Gespräch zu kommen. Zwar räumt er ein, skeptisch zu sein, ob er überzeugte AfD-Anhänger umstimmen kann, doch glaubt er, dass einige noch erreichbar seien. Er will genau untersuchen, wo die Partei in ethnonationalistisches Terrain abdriftet – insbesondere in Bundesländern wie Thüringen und Brandenburg.

Die Äußerungen des Ministerpräsidenten unterstreichen seinen Entschluss, der wachsenden Einflussnahme der AfD entgegenzutreten. Er sieht in der Partei eine direkte Herausforderung für die demokratischen Grundfesten Deutschlands. Seine Forderung nach einer genaueren Prüfung von Artikel 21 deutet auf eine mögliche juristische Reaktion gegen die wahrgenommene Bedrohung hin.

Quelle