PETA fordert Ende der Freizeitjagd: Millionen Tiere leiden jährlich in Deutschland
Catrin KabusPETA fordert Ende der Freizeitjagd: Millionen Tiere leiden jährlich in Deutschland
Die Tierschutzorganisation PETA hat erneut dazu aufgerufen, die Freizeitjagd und den Angelsport in Deutschland zu beenden. Die Organisation verweist auf das Leid, das jedes Jahr Millionen von Tieren – darunter Fische, Wildtiere und Hauskatzen – widerfährt. In einigen Regionen haben bereits gesetzliche Änderungen begonnen, um Teile des Problems anzugehen.
Allein in Deutschland töten Hobbyjäger jährlich über fünf Millionen Wildtiere. Zudem erschießen sie etwa 200.000 Katzen, oft aus reiner Freude am Jagen und nicht aus ökologischer Notwendigkeit. PETA argumentiert, dass solche Jagdmethoden tierische Sozialstrukturen zerstören und zu noch mehr Leid führen, da die überlebenden Tiere vermehrt Nachwuchs zeugen, um die Verluste auszugleichen.
Auch der Angelsport verursacht flächendeckendes Leid. Millionen von Fischen erleiden Verletzungen durch Angelhaken, lang anhaltende Schmerzen und einen langsamen Erstickungstod. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Fische schmerzempfindlich sind, über Selbstwahrnehmung verfügen – sie erkennen sich sogar im Spiegel – und komplexe soziale Bindungen eingehen. Dennoch genießen sie unter den aktuellen Gesetzen kaum Schutz.
Drei Bundesländer – Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt – haben hier einen ersten Schritt unternommen. Ab März 2026 schaffen sie den Jagdzwang ab, die gesetzliche Verpflichtung von Grundbesitzern, auf ihrem Land die Jagd zuzulassen. Doch für PETA-Sprecher Peter Höffken geht das nicht weit genug: Die Jagd sei ökologisch nicht zu rechtfertigen und ethisch nicht vertretbar.
Die Organisation ruft die Bevölkerung auf, Jagd- und Angelveranstaltungen vollständig zu meiden. Wer Tiere achte, solle diese Aktivitäten grundsätzlich ablehnen, so ihre Forderung.
Die Debatte über Jagd und Angeln hält an, während PETA für bundesweite Verbote kämpft. Mit der Abschaffung der Jagdpflicht in drei Ländern wächst der Druck auf weitergehende Reformen. Gleichzeitig leiden weiterhin Millionen Tiere jährlich unter diesen Praktiken.