25 June 2026, 04:24

RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Beton – wer setzt sich durch?

Protest auf Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Beton – wer setzt sich durch?

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines bekannten Kulturzentrums, steht auf dem Spiel. Ein seit Langem schwelender Streit über die Bebauungspläne hat sich zugespitzt, nachdem die private Eigentümerin, die Kurth Group, auf schnellere Baugenehmigungen drängt. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Frage, wie viele Wohnungen gebaut werden sollen und wie viele historische Hallen erhalten bleiben.

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Das RAW-Gelände war einst ein Reichsbahn-Ausbesserungswerk. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem lebendigen Kulturort, in dem Clubs wie das Cassiopeia und andere kreative Einrichtungen beheimatet sind. Seit mehr als zehn Jahren streiten die Kurth Group und die Stadtverwaltung über die Zukunft des Areals.

Das Unternehmen wirft Berlin nun vor, frühere Absprachen gebrochen zu haben. Es fordert eine zügige Genehmigung für Wohnungsbau auf Teilen des Geländes in der Nähe der Warschauer Straße und der Spree. Gleichzeitig bestehen Senat und Bezirksverwaltung auf weitere Verhandlungen, um den einzigartigen Charakter des Ortes zu bewahren.

Die Spannungen haben sich verschärft, seit einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, Räumungsklagen erhalten haben. Der Club könnte bereits nächste Woche zwangsgeräumt werden. Als Reaktion darauf startete Benjamin Kiepurning, ein Mitarbeiter des Clubs, eine Petition, in der er die Kurth Group auffordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Unterstützer zogen daraufhin zum Protest auf den Kurfürstendamm. Unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“ versammelten sie sich mit Live-Musik und Reden, um die kulturelle Bedeutung des Geländes zu verteidigen.

Der Konflikt bleibt ungelöst. Während die Kurth Group auf schnellere Baugenehmigungen pocht, kämpfen Aktivisten für den Erhalt der historischen Hallen und Kulturflächen. Die drohenden Räumungen verstärken den Druck auf die laufenden Verhandlungen.

Quelle