Rechtsextreme Aktivistin Naomi Seibt diffamiert Verfassungsschutz als „Antifa-Unterstützer“
Alex TintzmannRechtsextreme Aktivistin Naomi Seibt diffamiert Verfassungsschutz als „Antifa-Unterstützer“
Verfassungsschutz ist Antifa? Rechtsextreme Aktivistin teilt alten Post nach US-Sanktionen
Teaser: Die rechtsextreme Aktivistin Naomi Seibt behauptet, der Verfassungsschutz unterstütze die "Antifa" – und damit eine terroristische Organisation. Was steckt dahinter?
12. Dezember 2025, 13:05 Uhr
Die deutsche rechtsextreme Aktivistin Naomi Seibt hat in den USA politisches Asyl beantragt und behauptet, von den Behörden ihres Heimatlandes verfolgt zu werden. Sie wirft dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor, eine von ihr als "terroristische Organisation" bezeichnete Gruppe zu unterstützen – die Antifa. Die Vorwürfe folgen auf ihren Umzug in die USA im Jahr 2024 und einen im Oktober 2025 eingereichten Asylantrag.
Als Beleg führt Seibt einen Social-Media-Beitrag der BfV-Niederlassung Niedersachsen aus dem Jahr 2024 an, in dem es hieß: "Wir sind auch Antifa". Die Behörde präzisierte später, dass sich der Begriff auf eine antifaschistische Haltung beziehe und keineswegs eine Unterstützung gewaltbereiter Gruppen bedeute. Deutsche Behörden betonen seit Langem, dass "Antifa" ein breites Spektrum umfasse – von friedlichen Aktivisten bis hin zu extremistischen Strömungen– von denen keine als terroristische Vereinigung nach Bundesrecht eingestuft ist.
Der Streit verdeutlicht die unterschiedlichen Herangehensweisen an linksextremistische Bewegungen auf beiden Seiten des Atlantiks. Während US-Behörden eine härtere Linie verfolgen, behandeln deutsche Stellen die Antifa-Szene weiterhin als vielschichtiges Phänomen, das gezielter Beobachtung bedarf. Seibts Asylverfahren wird nun zeigen, ob ihre Interpretation der deutschen Politik vor dem US-Einwanderungsrecht Bestand hat.