24 June 2026, 12:23

Rentenreform 2024: Höhere Abgaben, längeres Arbeiten und ungewisse Kapitalrente

Schwarz-rote Rentenreform

Rentenreform 2024: Höhere Abgaben, längeres Arbeiten und ungewisse Kapitalrente

Die schwarz-rote Bundesregierung hat Pläne für eine grundlegende Reform des Rentensystems vorgestellt. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte die volle Unterstützung für die Vorschläge der Rentenkommission. Die Reformen sehen tiefgreifende Änderungen bei der Finanzierung und Auszahlung der Renten vor.

Nach dem neuen Konzept sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils bis zu ein Prozent des Bruttolohns in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge einzahlen. Zudem plant die Regierung die Einführung einer Mindestrente, um Altersarmut zu bekämpfen – finanziert durch erhöhte Bundeszuschüsse.

Das Renteneintrittsalter soll an die Lebenserwartung gekoppelt werden, was de facto zu längeren Arbeitszeiten und geringeren Rentenleistungen führt. Kritiker monieren, dass dies vor allem Geringverdiener belastet, die oft eine kürzere Lebenserwartung haben und auf die gesetzliche Krankenversicherung angewiesen sind.

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Trotz der Behauptung, das umlagefinanzierte Rentensystem sei stabil – die Rentenausgaben im Verhältnis zum BIP sanken über 20 Jahre –, bleiben Bedenken. Das kapitalgedeckte Modell birgt Risiken, da Finanzmärkte volatil sind und frühere Krisen bereits Kapitalreserven vernichtet haben. Renditen von über drei Prozent pro Jahr sind keineswegs garantiert.

Die Reform steht in der Kritik, Kosten von Besserverdienern auf einkommensschwächere Gruppen abzuwälzen. Geringverdiener würden unter den geplanten Änderungen indirekt die Renten höherer Einkommensgruppen subventionieren. Die Regierung betont zwar die Krisenfestigkeit des Systems, doch die langfristige Sicherheit kapitalgedeckter Renten bleibt ungewiss.

Quelle