24 June 2026, 10:20

Rentenreform: Kommission schlägt höhere Altersgrenze und kapitalgedeckte Säule vor

Woidke für Beteiligung aller Berufsgruppen in der Renten-Debatte

Rentenreform: Kommission schlägt höhere Altersgrenze und kapitalgedeckte Säule vor

Eine von der Regierung eingesetzte Rentenkommission hat weitreichende Reformvorschläge für das deutsche gesetzliche Rentensystem vorgelegt. Zu den Empfehlungen gehören eine neue kapitalgedeckte Säule sowie ein einheitliches, einkommensbezogenes Rentensystem. Bundeskanzler Friedrich Merz hat zugesagt, die Vorschläge zügig umzusetzen.

Die Kommission schlägt mehrere zentrale Maßnahmen vor. Dazu zählt eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus, gekoppelt an die Lebenserwartung. Zudem sollen die Möglichkeiten für einen vorzeitigen Ruhestand eingeschränkt werden – unter anderem durch die Abschaffung der Regelung, die einen abschlagsfreien Ruhestand nach 45 Beitragsjahren erlaubt.

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Ein neues, universelles Rentensystem würde Arbeitnehmer, Selbstständige, Abgeordnete und Führungskräfte umfassen. Beamte blieben jedoch weiterhin von den Beiträgen zur gesetzlichen Rente befreit. Zudem schlug die Kommission vor, eine kapitalgedeckte Komponente zur Stärkung des Systems einzuführen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke betonte die Notwendigkeit einer breiten Debatte über die langfristige Stabilität der Renten. Er bestand darauf, dass alle Berufsgruppen – einschließlich der Beamten – in die Diskussion einbezogen werden müssten. Woidke wies zudem auf die Bedeutung hin, die Auswirkungen der Pläne auf Rentner in Ostdeutschland zu prüfen.

Die oppositionellen Parteien in Brandenburg, AfD und BSW, haben die Pläne bereits kritisiert. Sie lehnen eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie die Einschränkung des vorzeitigen Ruhestands ab.

Kanzler Merz hat sich verpflichtet, die Empfehlungen der Kommission ohne Verzögerung umzusetzen. Die vorgeschlagenen Reformen zielen darauf ab, die Zukunft des Rentensystems zu sichern. Die Diskussion über deren Auswirkungen und Gerechtigkeit wird voraussichtlich unter politischen Führungskräften und in der Öffentlichkeit weitergehen.

Quelle