16 February 2026, 13:39

Revolution in der Medizin: EU-Projekt ersetzt Tierversuche durch Haut-Chips

Zwei Frauen in Laborkitteln, Masken, Handschuhen und Hauben arbeiten in einem Labor, wobei eine einen Kolben, Reagenzgläser und andere Gegenstände auf dem Tisch hält und eine Schalttafel im Hintergrund zu sehen ist.

Revolution in der Medizin: EU-Projekt ersetzt Tierversuche durch Haut-Chips

Ein großes europäisches Projekt soll die Arzneimitteltests revolutionieren, indem es Tierversuche durch fortschrittliche Mikrochip-Technologie ersetzt. Die UNLOOC-Initiative, finanziert von der EU, entwickelt ein "Skin-on-Chip"-System*, das menschliche Haut präzise nachahmt. Forscher streben damit genauere und individuell angepasste medizinische Behandlungen an – ein bahnbrechender Ansatz in der Pharmaforschung.

Das UNLOOC-Projekt vereint 51 Partner aus zehn europäischen Ländern. Mit 68 Millionen Euro EU-Förderung konzentriert sich die Initiative auf die Organ-on-Chip-Technologie, eine Disziplin, die Mikrochip-Entwicklung mit menschlichen Zellen verbindet. Diese winzigen Systeme imitieren Aufbau und Funktion echter Organe und ermöglichen es Wissenschaftlern, Wirkstoffreaktionen zu testen und Krankheitsverläufe zu verfolgen – ganz ohne Tierversuche.

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Am Institut für CMOS-Design der Technischen Universität Braunschweig entsteht ein zentraler Baustein des Projekts: Die Forscher entwickeln integrierte Schaltkreise für die Kernsensoren des "Skin-on-Chip"-Systems*. Diese Sensoren überwachen Zellwachstum und -vermehrung, um sicherzustellen, dass sich die künstliche Haut wie ihr natürliches Vorbild verhält.

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben startete 2024 und läuft bis Mai 2027. Die TU Braunschweig erhält für ihre Beiträge 740.000 Euro an Fördergeldern. Durch die Verbindung von Biologie und Mikroelektronik soll das Projekt die Arzneimittelentwicklung beschleunigen und gleichzeitig die Abhängigkeit von Tierversuchen verringern.

Die UNLOOC-Initiative markiert einen Meilenstein in der medizinischen Forschung, indem sie Organ-on-Chip-Technologie für sicherere und präzisere Arzneimitteltests nutzt. Das "Skin-on-Chip"-Systemkönnte den Weg für schnellere Durchbrüche in derpersonalisierten Medizin* ebnen. Mit dem geplanten Abschluss 2027 könnte das Projekt die Entwicklung und Erprobung neuer Therapien grundlegend verändern.