Riesige Batterieprojekte in Niedersachsen stärken Deutschlands Energiewende
Catrin KabusRiesige Batterieprojekte in Niedersachsen stärken Deutschlands Energiewende
Deutschland baut seine Energiespeicherkapazitäten mit zwei großen Batterieprojekten in Niedersachsen aus. Kyon Energy hat bereits eine 137,5-Megawatt-Anlage in Alfeld ans Netz angeschlossen, während RWE in Lingen ein noch größeres System plant. Beide Vorhaben zielen darauf ab, die Netzstabilität zu verbessern und die Integration erneuerbarer Energien zu unterstützen.
Die Alfeld-Batterie von Kyon Energy, die an das 110-kV-Netz von Avacon angebunden ist, verfügt über eine Kapazität von 282 Megawattstunden. Die Anlage wird am Strommarkt handeln und ohne Subventionen zur Entlastung des Netzes bei Engpässen beitragen. Sie steht für einen wachsenden Trend hin zu marktgetriebenen Batterieprojekten in Regionen mit schwankenden Energiepreisen.
RWEs geplante Batterie in Lingen wird deutlich größer ausfallen: Mit 400 Megawatt Leistung und 800 Megawattstunden Speicherkapazität soll sie mindestens zwei Stunden lang Energie abgeben können. Sie wird Ausgleichsleistungen erbringen und kurzfristige Flexibilität bieten. Der Bau soll Anfang 2026 beginnen, die vollständige Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.
Beide Projekte unterstreichen Deutschlands Bestrebungen, großtechnische Speicherkapazitäten auszubauen. Während die Alfeld-Anlage bereits in Betrieb ist, wird das Lingen-System nach seiner Fertigstellung die regionale Energieinfrastruktur weiter stärken.
Die beiden Vorhaben werden dem Niedersächsischen Netz über 500 Megawatt neue Speicherkapazität hinzufügen. Kyon Energys Batterie in Alfeld ist bereits aktiv, RWEs Lingen-System folgt 2028. Gemeinsam sollen sie die Netzzuverlässigkeit erhöhen und den Übergang zu erneuerbaren Energien vorantreiben.