Ruhm kostet Lebensjahre: Berühmte Musiker sterben fast fünf Jahre früher als ihre Kollegen
Alex TintzmannRuhm kostet Lebensjahre: Berühmte Musiker sterben fast fünf Jahre früher als ihre Kollegen
Ruhm fordert einen hohen Tribut – und verkürzt das Leben deutlich, wie eine neue Studie zeigt. Forscher der Universität Witten/Herdecke fanden heraus, dass berühmte Musiker im Schnitt fast fünf Jahre früher sterben als ihre weniger prominenten Mitarbeiter. Die Risiken des Ruhms sind mittlerweile mit denen des Rauchens vergleichbar: Die Sterblichkeit steigt um ein Drittel.
Im Mittelpunkt der Untersuchung standen Musiker, deren Lebenserwartung je nach Bekanntheitsgrad verglichen wurde. Berühmte Künstler erreichten durchschnittlich ein Alter von 75,19 Jahren, während ihre weniger bekannten Mitarbeiter im Schnitt 79,75 Jahre alt wurden. Diese Differenz von 4,6 Jahren unterstreicht die verborgenen Gefahren des Starstatus.
Ein auffälliges Muster war der sogenannte „27er-Club“. Sechs legendäre Persönlichkeiten – Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und Amy Winehouse – starben allesamt mit oder um das 27. Lebensjahr. Ihre Todesfälle nährten den Mythos einer tödlichen Schwelle für junge Stars. Die Studie nannte zwar keine namentlichen Verantwortlichen für die Ergebnisse, doch die Daten zeigen klar: Ruhm verkürzt heute das Leben in jüngerem Alter als früher.
Die Erkenntnisse offenbaren eine düstere Realität für Menschen im Rampenlicht. Berühmte Musiker tragen ein um 33 Prozent höheres Risiko, früh zu sterben – ähnlich wie durch die Folgen des Rauchens. Ohne klare Erklärungen der Forscher bleibt der Zusammenhang zwischen Ruhm und kürzerer Lebensdauer ein beunruhigender, aber unbestrittener Fakt.