22 December 2025, 09:04

Schwache Wirtschaft bremst Nachfrage nach Rohstoffen

Gesteine auf dem Boden ausgebreitet, zerkleinerte Blätter, Bäume, Pfähle und Kraftfahrzeuge.

Schwache Wirtschaft bremst Nachfrage nach Rohstoffen - Schwache Wirtschaft bremst Nachfrage nach Rohstoffen

Schwache Konjunktur bremst Rohstoffnachfrage

Schwache Konjunktur bremst Rohstoffnachfrage

Schwache Konjunktur bremst Rohstoffnachfrage

  1. Dezember 2025

Der deutsche Rohstoffsektor steht unter zunehmendem Druck, da sowohl die inländische Förderung als auch die Importe zurückgehen. 2024 erreichte der Abbau mineralischer Rohstoffe mit 475 Millionen Tonnen ein Rekordtief, während die Einfuhren um 2,8 % auf 288 Millionen Tonnen sanken. Besonders stark betroffen ist der Energiesektor: Die Nachfrage nach Kohle, Öl und Gas ist deutlich eingebrochen.

Der Rückgang der Rohstoffproduktion trifft die deutsche Industrie hart. Allein die Braunkohleförderung ging 2024 um rund 10 % auf knapp 92 Millionen Tonnen zurück. Auch die Erdgasgewinnung schrumpfte um fast 4 % auf nur noch 4,7 Milliarden Kubikmeter – der niedrigste Stand seit Jahren.

Sand, Kies und gebrochener Naturstein bleiben zwar die am häufigsten abgebauten Rohstoffe des Landes. Doch selbst hier sind die Fördermengen seit 2020 spürbar gesunken. Der allgemeine Abschwung spiegelt die anhaltende Wirtschaftsschwäche wider, da die industrielle Nachfrage nach Rohstoffen branchenübergreifend nachlässt. Besonders betroffen sind Unternehmen in Rheinland-Pfalz, wo über 260 Betriebe mit 25.000 Beschäftigten im Bergbau tätig sind. Um zu überleben, setzen die Firmen auf Anpassungsfähigkeit in volatilen globalen Märkten, strengere Kostenkontrolle und die Sicherung langfristiger lokaler Ressourcen. Damit soll den strukturellen Herausforderungen begegnet werden – darunter ein Produktionsrückgang um ein Drittel innerhalb der letzten fünf Jahre.

Die Rohstoffbranche sieht sich nun einer doppelten Belastung ausgesetzt: schrumpfende inländische Förderung und rückläufige Importe. Da vor allem Energierohstoffe an Bedeutung verlieren, müssen sich die Unternehmen mit hohen Zinsen, Inflation und steigenden Transportkosten arrangieren. Ob es gelingt, den Sektor zu stabilisieren, hängt davon ab, ob es ihnen gelingt, Ressourcen zu sichern und sich an die schwächere Industrienachfrage anzupassen.