Schweinehaltung 2025: Überraschendes Signal aus Niedersachsen
Schweinehaltung 2025: Überraschendes Signal aus Niedersachsen
Vorsichtige Hoffnung für die Schweinebranche: Erstmals seit Jahren steigt die Zahl der Schweine in Niedersachsen wieder an.
- Dezember 2025, 05:23 Uhr
Stichworte: agrarheute, Wirtschaft, Finanzen
Nach vorläufigen Ergebnissen der Viehzählung 2025 verzeichnet Niedersachsen erstmals seit Jahren wieder einen Anstieg der Schweinebestände. Die Region, in der etwa ein Drittel aller deutschen Schweine gehalten wird, zählt nun 7,14 Millionen Tiere – das sind rund 95.000 mehr als noch im November 2024. Gleichzeitig geht die Zahl der Schweine haltenden Betriebe weiter zurück.
Besonders auffällig: Die Bestände an Zuchtsauen stiegen im Vergleich zu 2024 um 6,1 Prozent, die Zahl der Ferkel sogar um 6,7 Prozent. Bei den Mastschweinen gab es hingegen einen leichten Rückgang um 0,8 Prozent.
Die Gesamtzahl der Schweinebetriebe in Niedersachsen sank erneut – von 3.910 im Jahr 2024 auf 3.820 in diesem Jahr. Dieser Trend hält bereits länger an: Seit 2015 hat sich die Zahl der Betriebe um 42,1 Prozent verringert. Niedersachsen ist mit dieser Entwicklung nicht allein. Auch Nordrhein-Westfalen und Bayern melden Zuwächse sowohl bei Mast- als auch bei Zuchtschweinen. Gemeinsam könnten diese Bundesländer die heimische Schlachtkapazität und die Ferkelversorgung stärken. Dies könnte die nationale Schweinefleischproduktion stabilisieren oder sogar leicht ausweiten und den Preisdruck mindern.
Der Interessensverband der Schweinehalter Deutschlands (ISN) wartet nun auf Daten aus den übrigen Bundesländern. Diese werden zeigen, ob die Sauenbestände bundesweit gestiegen sind und ein klareres Bild der Schweinefleischversorgung für 2026 liefern.
Während die Zahl der Schweine in Niedersachsen nach jahrelangem Rückgang wieder wächst, geht die Anzahl der Betriebe weiter zurück. Der Anstieg bei Zuchtsauen und Ferkeln könnte die deutsche Schweinebranche durch eine höhere inländische Versorgung stärken. Die endgültigen Zahlen aus den anderen Bundesländern werden entscheiden, ob sich dieser Trend landesweit bestätigt.