28 June 2026, 00:25

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan fehlt

Ehemaliger SPD-Landtagsabgeordneter Ernst Martin Walsken präsentiert Konzept für die Innenstadt von Solingen

Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan fehlt

Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein schrumpfendes Warenangebot und das Fehlen von Gastronomie- und Begegnungsstätten verdeutlichen den Niedergang. Die Probleme haben sich über Jahre angesammelt und das Viertel in einen prekären Zustand versetzt.

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Viele Ursachen liegen außerhalb des Einflussbereichs der Stadt. Der Boom des Online-Handels und die Konzentration wichtiger Dienstleistungen in größeren Städten spielen dabei eine zentrale Rolle. Die lokale Politik hat mit Einzelprojekten und Fachkonzepten reagiert, doch ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt bisher.

Walsken plädiert für einen Strategiewechsel. Statt isolierter Maßnahmen brauche die Stadt einen ganzheitlichen Masterplan, der den gesamten Rings um das Zentrum umfasst. Dieser solle städtische Planung, soziale, kulturelle, klimatische, verkehrstechnische und gemeinschaftsfördernde Aspekte berücksichtigen. Zudem betont er die Notwendigkeit, angrenzende Bereiche wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, den Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel aufzuwerten.

Kurzsichtige Entscheidungen warnt Walsken ausdrücklich. Der Ersatz des Theater- und Konzerthauses durch eine Feuerwehrwache wäre für die Innenstadt „verheerend“. Entscheidend für eine Wiederbelebung sei es, eine moderne, mobile und gut verdienende Zielgruppe anzuziehen. Dafür fordert er mehr finanzielle Spielräume und ein Ende der zersplitterten Projektpolitik. Zwar räumt er ein, dass die Umsetzung Jahre dauern werde – doch der Prozess müsse jetzt beginnen.

Ein Masterplan für Solingens Innenstadt fehlt weiterhin. Ohne ihn droht der Abwärtstrend anzudauern. Der vorgeschlagene Ansatz zielt auf nachhaltige Verbesserungen in urbaner, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht.

Quelle