Soltau setzt auf riesige Freiflächen-Solaranlage für die Energiewende
Gerdi BaumSoltau setzt auf riesige Freiflächen-Solaranlage für die Energiewende
Soltau startet bald sein erstes großes Freiflächen-Photovoltaikprojekt. Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt in Niedersachsens Bestreben, bis 2040 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen. Die Verantwortlichen haben ein bevorzugtes Gelände von 65 Hektar nahe der Gemarkungsgrenzen von Mittelstendorf und Meinern ausgewählt.
Die Stadt hatte zuvor 14 Projektvorschläge geprüft, bevor sie sich für den aktuellen Plan entschied. Das Gelände liegt größtenteils östlich der Heidebahn und der Bundesstraße 163, wobei 30 Hektar entlang der Autobahn A7 bereits für vereinfachte Baugenehmigungsverfahren infrage kommen. Die verbleibenden 70 Hektar erfordern vor Baubeginn einen detaillierten Bebauungsplan.
Für die Solaranlagen müssen keine Bäume gefällt werden, allerdings könnte sich die endgültige Fläche aufgrund regulatorischer Anpassungen verringern. Der Verwaltungsausschuss wird nun das Planungsverfahren einleiten, wobei sämtliche Kosten vom Projektentwickler getragen werden. Nach Fertigstellung soll die Anlage etwa 64 Megawatt Solarstrom erzeugen. In anderen Teilen der Region stoßen ähnliche Vorhaben auf Widerstand: Anwohner in benachbarten Gemeinden wie Neuenkirchen und Bispingen äußern Bedenken gegen großflächige Solaranlagen. Soltaus Gesamtziel für Freiflächen-Photovoltaik liegt bei rund 102 Hektar.
Das Projekt bringt Soltau seinen Zielen für erneuerbare Energien ein Stück näher. Die Planung erfolgt schrittweise, wobei die erste Phase bereits mit den bestehenden Baubestimmungen abgestimmt ist. Bei Erfolg könnte das Gelände zum Vorbild für künftige Solarprojekte in Niedersachsen werden.