02 May 2026, 02:28

Stellenmarkt bricht ein: Diese Berufe sind besonders betroffen

Liniengraphik, die einen stetigen Anstieg der Arbeitsplatzzunahme über die letzten Jahre zeigt, mit der Beschriftung "Arbeitsplatzzunahme unter Präsident Biden"

Stellenmarkt bricht ein: Diese Berufe sind besonders betroffen

Deutscher Arbeitsmarkt verzeichnet deutlichen Rückgang bei Stellenausschreibungen

Der deutsche Arbeitsmarkt erlebt einen spürbaren Einbruch bei Stellenangeboten in zahlreichen Branchen. Wirtschaftliche Belastungen und der Aufstieg generativer KI treffen bestimmte Berufsgruppen besonders hart. Experten warnen, dass vor allem tätigkeitsintensive Positionen gefährdet sind, während handwerkliche Berufe widerstandsfähiger bleiben.

Die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen für Büro- und Verwaltungsberufe ist um 22 Prozent gesunken, wobei Sekretariats- und Büromanagementpositionen die stärksten Rückgänge verzeichnen. Auch im Personalwesen gab es 19 Prozent weniger offene Stellen – ein Zeichen für breite Kürzungen in unterstützenden Unternehmensbereichen.

In der Industrie waren Führungspositionen am stärksten betroffen: Die Ausschreibungen brachen 2025 um 30 Prozent ein. Akademische Fachkräfte im selben Sektor verzeichneten einen Rückgang von 22 Prozent bei den Stellenangeboten. Dagegen sank die Nachfrage nach Fachkräften mit beruflicher Ausbildung moderater um 8 Prozent.

Im Baugewerbe, im Handwerk und im Umweltsektor gingen die Ausschreibungen um 14 Prozent zurück. Branchenvertreter zeigen sich dennoch optimistisch und verweisen auf eine wachsende Nachfrage nach handwerklichem Können, Erfahrung und Verantwortungsbereitschaft – Bereiche, die sich schwerer durch KI ersetzen lassen. Enzo Weber, Forschungsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), bestätigte, dass auch akademische Berufsgruppen unter Druck geraten, da Unternehmen ihre Einstellungen zurückfahren.

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Der Arbeitsmarkt bleibt insgesamt angespannt, mit nur wenigen neuen Stellen trotz der wirtschaftlichen Abkühlung. Routinebasierte Tätigkeiten verlieren weiter an Bedeutung, während handwerkliche Berufe eine stabilere Nachfrage verzeichnen. Arbeitgeber setzen offenbar stärker auf praktische Fachkompetenz als auf den Ausbau von Verwaltungs- oder Führungskapazitäten.

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