27 June 2026, 08:28

Streik im hessischen Einzelhandel: ver.di fordert 250 Euro mehr Lohn pro Monat

Streik bei Rewe, Ikea & Co.: Was das für Kunden in Wiesbaden bedeutet

Streik im hessischen Einzelhandel: ver.di fordert 250 Euro mehr Lohn pro Monat

Die Gewerkschaft ver.di hat im hessischen Einzelhandel zu einem Streik aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen in einer Sackgasse stecken. Beschäftigte großer Ketten wie Rewe, Penny und IKEA wollen sich an den Protesten beteiligen. Die Gewerkschaft fordert höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für die Angestellten.

Die Gespräche zwischen ver.di und den Arbeitgebern haben keine Fortschritte gebracht. Im jüngsten Vorschlag der Gewerkschaft ist eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten vorgesehen. Zudem verlangt sie eine jährliche Aufstockung von 150 Euro für Auszubildende sowie einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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Die Arbeitgeber bieten den Einzelhandelsmitarbeitern nach sechs Monaten eine Erhöhung von 2 Prozent an, im Großhandel sollen es 1,8 Prozent sein. ver.di kritisiert, dass diese Anpassungen hinter der erwarteten Inflation zurückbleiben. Marcel Schäuble, der Hauptverhandler von ver.di, warf den Arbeitgebern vor, die Beschäftigten in finanzieller Unsicherheit zu lassen.

Protestaktionen sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. Am Streik beteiligen sich Mitarbeiter von Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Der Ausstand spiegelt die Frustration über stagnierende Löhne und steigende Lebenshaltungskosten wider. Sollten die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorlegen, könnte die Arbeitsniederlegung den Einzelhandel in der gesamten Region lahmlegen. Die Gewerkschaft bleibt bei ihren Forderungen nach fairen Löhnen unnachgiebig.

Quelle