01 February 2026, 05:11

Tausende protestieren in Hannover gegen Gewalt in Nordsyrien – meist friedlich, aber mit Einzelfällen

Eine große Menschenmenge mit iranischen Flaggen vor einem Gebäude, mit einer Fahne auf der rechten Seite und einigen Personen im Hintergrund.

Tausende protestieren in Hannover gegen Gewalt in Nordsyrien – meist friedlich, aber mit Einzelfällen

Tausende Demonstranten füllten am Samstag, dem 31. Januar 2026, die Straßen Hannovers bei einer Reihe weitgehend friedlicher Kundgebungen. Die größte Veranstaltung, organisiert von NAV-DEM Hannover, zog bis zu 5.000 Menschen an, die gegen die Gewalt in Nordsyrien protestierten. Während die meisten Aktionen ohne größere Zwischenfälle verliefen, griff die Polizei in einigen Fällen wegen Lärmverstößen, verbotener Symbole und unerlaubten Kletterns ein.

Die größte Versammlung begann am Nachmittag am Opernplatz, wo sich die Menge versammelte, um den anhaltenden Konflikt in Syrien zu verurteilen. Die Veranstalter meldeten eine starke Beteiligung, und die Teilnehmenden zogen ohne nennenswerte Störungen durch die Innenstadt Hannovers.

Trotz der insgesamt ruhigen Stimmung kam es zu vereinzelten Vorfällen. Während des Demonstrationszugs wurden Feuerwerkskörper gezündet, und einige Personen zeigten verbotene Fahnen oder skandierten untersagte Parolen. Die Polizei reagierte mit der Durchsetzung der Auflagen und beschlagnahmte Materialien, wo dies erforderlich war.

Lärmverstöße entwickelten sich zu einem wiederkehrenden Problem, da zwei Fahrzeuge mit Beschallungsanlagen wiederholt die Dezibelgrenzen überschritten. Nach mehreren ignorierten Verwarnungen entfernten Beamte die Fahrzeuge, um weitere Verstöße zu verhindern. Unabhängig davon wurden zwei Personen wegen des Besteigens einer Baustellenabsperrung in gefährlicher Höhe ermittelt, um ein Transparent aufzuhängen.

Polizeidirektor Tobias Giesbert bestätigte später, dass der Einsatz unter Kontrolle geblieben sei. Er betonte, dass es zwar zu kleineren Verstößen gekommen sei, die überwiegende Mehrheit der Demonstranten sich jedoch an die Vorschriften gehalten habe.

Die Proteste fanden vor weiteren geplanten Kundgebungen am Sonntag, dem 1. Februar 2026, statt. Studenteninitiativen, Anti-AfD-Aktivisten und die Bewegung Aufstehen gegen Rassismus werden in den kommenden Tagen eigene Demonstrationen abhalten.

Die Ereignisse am 31. Januar zählten zu den größten Protestwellen in Hannover der letzten Monate. Die Polizei ging gegen Lärmverstöße, verbotene Symbole und gefährliches Klettern vor, doch die allgemeine Stimmung blieb friedlich. Für das folgende Wochenende sind weitere Demonstrationen in der Stadt erwartet.