"The Wheelie Show": Inklusiver Tanz auf Rollen begeistert in Hamburgs Planten un Blomen
Alex Tintzmann"The Wheelie Show": Inklusiver Tanz auf Rollen begeistert in Hamburgs Planten un Blomen
„The Wheelie Show“: Ein inklusives Tanzspektakel auf Rollen feiert Premiere in Hamburgs Planten un Blomen
Ein neues, inklusives Tanzstück mit gemischtem Fähigkeitsniveau hat im Hamburger Planten un Blomen-Park Premiere gefeiert. „The Wheelie Show“ vereint Tänzer:innen mit und ohne Behinderungen und verbindet Rollschuhe, Rollstühle sowie eine dynamische Auseinandersetzung mit Tempo und Rasanz im modernen Leben.
Noch bevor der Vorhang sich hebt, stimmen aufgezeichnete Reflexionen der Performenden das Publikum ein. Ihre Gedanken über das Innehalten und die Suche nach Stille geben den Ton für das anstehende Erlebnis vor.
Die Produktion entstand aus „Rolling Good Times“, einem Tanzkurs unter der Leitung der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Ursprünglich auf einer öffentlichen Rollschuhbahn im Park ins Leben gerufen, entwickelte sich das Projekt zu einer vollständigen Bühneninszenierung.
Auf der Bühne bewegen sich sechs Performende im Einklang – die eine Hälfte auf Rollschuhen, die andere in Rollstühlen. Ihre Choreografien umfassen innovative Hebefiguren und fließende, sich ergänzende Bewegungsabläufe, die unterschiedliche Fortbewegungsarten nahtlos verbinden. Die Inszenierung wechselt zwischen ruhigen, nachdenklichen Momenten und explosiven Energieausbrüchen, die künstlerischen Anspruch mit Unterhaltung verbinden.
Räder spielen dabei nicht nur bei den Tänzer:innen selbst eine zentrale Rolle. Koffer, Tretroller und Skateboards rollen über die Bühne und unterstreichen das Thema der Bewegung. Die grell karierten Overalls der Performenden – verziert mit Sponsorenlogos – verweisen spielerisch auf Motorsport und Fahrradkultur. Kostüme und Requisiten schaffen so eine optisch fesselnde Verbindung zu Geschwindigkeit und Dynamik.
Mit einer Mischung aus Athletik, Erzählkunst und inklusivem Design bietet die Show einen frischen Blick auf zeitgenössischen Tanz. Indem sie Rollstühle, Rollschuhe und Alltagsgegenstände kombiniert, hinterfragt sie gängige Vorstellungen von Mobilität und Bühnendarstellung. Das Ergebnis ist ein lebendiges, zum Nachdenken anregendes Erlebnis, das noch lange nach dem letzten Verbeugen nachwirkt.






