Trump-Nominierung für Friedensnobelpreis macht Cantz-Witz zur Realität
Catrin KabusGuido Cantz: Trump lässt Satiriker alt aussehen - Trump-Nominierung für Friedensnobelpreis macht Cantz-Witz zur Realität
Ein Witz des deutschen Komikers Guido Cantz über Donald Trump und den Friedensnobelpreis ist auf unerwartete Weise Wirklichkeit geworden. Medienberichten zufolge hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den ehemaligen US-Präsidenten nun für die Auszeichnung vorgeschlagen. Die überraschende Wendung kommt nach Jahren, in denen Trump selbst immer wieder seine angebliche Würdigkeit für den Preis betont hatte.
Schon 2020 scherzte Cantz, Trump werde sich den Friedensnobelpreis "notfalls mit Gewalt nehmen". Wie so viele Witze über den damaligen Präsidenten verlor auch dieser schnell an Schärfe – die meisten Trump-Scherze veralten innerhalb von Tagen. Cantz räumte später ein, dass es ermüdend sei, über Trump zu witzeln, da dieser mit seinen ständigen Aussagen und Handlungen kaum Raum für Satire lasse.
Trump selbst hat die Idee, den Preis zu gewinnen, seit Langem vorangetrieben. In einem Brief an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre behauptete er gar: "Ich habe ACHT KRIEGE BEENDET – UND NOCH MEHR." Seine wiederholten Beteuerungen, er erfülle alle Kriterien, hielten das Thema in politischen Debatten am Leben. Jahre nach Cantzs Witz hat Netanjahu Trump nun offiziell für den Friedensnobelpreis 2026 nominiert – laut durchgesickerten Details geschah dies nach dem hypothetischen Amtsantritt Trumps zu einer zweiten Amtszeit 2025. Aus einer satirischen Pointe ist damit ein ernsthafter Vorschlag geworden.
Die Nominierung bringt Trumps Namen ins Rennen um eine der renommiertesten Auszeichnungen der Welt. Gleichzeitig zeigt sie, wie schnell politische Satire und Realität verschwimmen können. Für Cantz könnte der Wandel vom Witz zur Wirklichkeit beweisen, dass selbst die überzogenste Komik manchmal die Zukunft vorwegnimmt.