26 January 2026, 15:30

Verformte Dichtungen im Kernkraftwerk Grohnde – doch keine akute Gefahr

Eine rote Brandschutztür an einem Backsteinbau mit Glasfenstern, einer Türklinke und einer nummerierten Tafel auf der linken Seite.

Verformte Dichtungen im Kernkraftwerk Grohnde – doch keine akute Gefahr

Im Kernkraftwerk Grohnde kam es zu einem Vorfall, wie der Betreiber PreussenElektra mitteilte. Dabei wurden verformte Dichtungen an mehreren Brandschutzklappen festgestellt, was Bedenken hinsichtlich eines möglichen systematischen Defekts aufkommen ließ. Die Behörde wurde gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften informiert.

Das Problem wurde während routinemäßiger Kontrollen in dem Kraftwerk entdeckt, das 2023 im Rahmen des deutschen Atomausstiegs endgültig abgeschaltet werden wird. Mehrere Klappen wiesen Anzeichen verformter Verriegelungen auf, woraufhin gemäß den Sicherheitsprotokollen ein offizieller Bericht erstellt wurde.

Der Vorfall wurde nach der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) in die Kategorie N (normal) 2.1.2 eingestuft, was der Stufe 0 auf der internationalen INES-Skala entspricht – der niedrigsten Bewertungsstufe. Trotz der Feststellungen bestätigten die Verantwortlichen, dass die Klappen ihre Funktion zur Eindämmung von Bränden vollumfänglich erfüllen.

PreussenElektra, der Betreiber des Kraftwerks, erstattete die Meldung aufgrund der Möglichkeit eines übergeordneten systematischen Problems. Untersuchungen ergaben jedoch keine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit oder den Betrieb der Anlage.

Der Vorfall wird den laufenden Stilllegungsprozess des Kraftwerks nicht verzögern. Die Behörde betonte, dass alle Sicherheitsvorkehrungen weiterhin wirksam seien und keine weiteren Maßnahmen erforderlich seien. Die Meldung erfolgte vorsorglich im Rahmen der bestehenden atomrechtlichen Sicherheitsbestimmungen.