25 June 2026, 04:24

Volkswagen-Vorstände kassieren 2017 Rekordgehälter – und ernten Kritiksturm

VW-Chef Müller: Managergehälter gerechtfertigt aufgrund der Verantwortung

Volkswagen-Vorstände kassieren 2017 Rekordgehälter – und ernten Kritiksturm

Die Vorstandsmitglieder von Volkswagen haben 2017 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Ihre Gesamtbezüge stiegen auf 50,3 Millionen Euro – ein Anstieg gegenüber 39,5 Millionen Euro im Jahr 2016. Die Gehaltserhöhungen haben scharfe Kritik von Politikern und der Öffentlichkeit ausgelöst.

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2017 hatte Volkswagen die Vergütungsstruktur für seine Führungskräfte überarbeitet. Das neue System begrenzt das Gehalt des Konzernchefs auf 10 Millionen Euro und deckelt die Bezüge anderer Vorstandsmitglieder bei 5,5 Millionen Euro. Die Fixgehälter wurden nur moderat angehoben, während leistungsabhängige Boni nun an strengere künftige Geschäftsziele geknüpft sind.

An der Spitze der Verdiensten stand Konzernchef Matthias Müller mit über 10,1 Millionen Euro. Er verteidigte die Gehälter und argumentierte, die wirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens rechtfertige diese. Müller verwies zudem auf die persönlichen Risiken der Position: Führungskräfte in solchen Funktionen seien oft rechtlichen Risiken ausgesetzt.

Die Gehaltserhöhungen lösten heftige Reaktionen aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich überrascht über die Steigerungen. Verkehrsminister Andreas Scheuer kritisierte den Schritt und forderte mehr Sensibilität nach dem Abgasskandal des Konzerns. Müller wies die Kritik als ein „typisch deutsches Emotionsthema“ zurück.

Das überarbeitete Vergütungssystem führt zwar strengere Leistungsvorgaben für Boni ein, dennoch stiegen die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder 2017 deutlich an. Die Debatte über die Managergehälter bei Volkswagen hält unter politischer und öffentlicher Beobachtung weiter an.

Quelle