VW verschiebt Integration des sächsischen Tochterunternehmens um bis zu zwei Jahre
Herbert RennerVW verschiebt Integration des sächsischen Tochterunternehmens um bis zu zwei Jahre
Volkswagen verschiebt die Integration seines sächsischen Tochterunternehmens um bis zu zwei Jahre. Der Schritt folgt anhaltenden technischen Herausforderungen, insbesondere bei den IT-Systemen. Eine endgültige Entscheidung über die Verzögerung soll bei einer Aufsichtsratssitzung am Montag fallen.
Die Fusion war erstmals 2021 angekündigt worden, mit dem Ziel, den Prozess bis Anfang 2027 abzuschließen. Doch interne Quellen verweisen nun auf erhebliche Hindernisse bei der Einführung eines SAP-Systems, die zu der Verschiebung führen.
Trotz der Verzögerung hat das Unternehmen bereits zu Beginn dieses Jahres die Tarifverträge der sächsischen Einheit an die von Volkswagen AG in Wolfsburg angeglichen. Damit ist eine einheitliche Entgeltstruktur innerhalb der Gruppe sichergestellt.
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Werk Zwickau mit eigenen Schwierigkeiten kämpft. Mehrere Automodelle wurden an andere Standorte verlagert, und der Standort unterliegt strengen Kostenkontrollen. Volkswagen bestätigte, dass sich die Verzögerung nicht auf die Arbeitsplätze oder die Finanzen der rund 10.000 betroffenen Mitarbeiter auswirken werde.
Die anstehende Aufsichtsratssitzung wird den Zeitplan für die Integration formal festlegen. Zwar haben technische Probleme zu Rückschlägen geführt, die bestehenden Tarifverträge bleiben jedoch unverändert. Die Entscheidung wird die nächsten Schritte für die Volkswagen-Aktivitäten in Sachsen prägen.






