Warum Berlins Rolltreppen-Regel für Streit zwischen Eiligen und Linksstehern sorgt
Catrin KabusWarum Berlins Rolltreppen-Regel für Streit zwischen Eiligen und Linksstehern sorgt
Berlins Rolltreppen folgen einer ungeschriebenen Regel: rechts stehen, links gehen. So bleibt der Weg frei für alle, die es eilig haben. Doch wer einfach auf der linken Seite stehen bleibt, blockiert die schnelle Spur – und sorgt für Verärgerung.
Das Problem der „Linkssteher“ ist zu einer alltäglichen Plage in der Stadt geworden. Gemeint sind Menschen, die regungslos auf der linken Seite der Rolltreppe verharren und andere zwingen, abzubremsen oder sich mühsam vorbeizudrängeln. Ein Autor kommentierte kürzlich, dieses Verhalten spiegle Berlins generelle Kultur der Hektik und Gleichgültigkeit wider.
Als Lösung schlägt er vor, dass Linkssteher schlicht die Treppe nutzen sollten. Damit bliebe die linke Seite der Rolltreppe für alle frei, die lieber gehen. Die Regel ist simpel – und doch ignorieren oder missverstehen sie viele.
Die Diskussion zeigt einen kleinen, aber hartnäckigen Konflikt im städtischen Miteinander: Linkssteher stören den Fluss der Pendler, während es für Eilige unnötige Verzögerungen gibt. Die Lösung bleibt dennoch klar: Rechts stehen, links gehen – oder die Treppe nehmen.






