07 April 2026, 22:32

Wirtschaftsforscher senken Deutschlands Wachstumsprognose drastisch auf 0,6 Prozent

Schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt: "Forecasting vs Predicting: Predicting is about certainty, and forecasting is about appreciating uncertainty."

Wirtschaftsforscher senken Deutschlands Wachstumsprognose drastisch auf 0,6 Prozent

Die Konjunkturaussichten Deutschlands haben sich weiter eingetrübt: Fühende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden zwei Jahre deutlich nach unten korrigiert. Die drastische Anpassung folgt einem Energiepreisschock, der mit den Spannungen im Iran-Konflikt zusammenhängt, und löst Forderungen nach politischen Kurskorrekturen von Spitzenvertretern aus.

Sechs große Wirtschaftsforschungsinstitute aus Deutschland und Österreich veröffentlichten diese Woche ihre gemeinsame Frühjahresprognose. Demnach wird das deutsche Wirtschaftswachstum 2026 nur noch um 0,6 Prozent zunehmen – halb so viel wie bisher erwartet. Für 2027 senkten die Experten ihre Schätzung von 1,4 auf 0,9 Prozent.

Als Hauptgrund für die Abwärtsrevision nennen die Institute die stark gestiegenen Energiepreise infolgedes Iran-Kriegs. Zudem bleibe die Verbraucherpreisinflation auf hohem Niveau: 2026 werde sie im Schnitt bei 2,8 Prozent liegen, 2027 bei 2,9 Prozent. In ihrem Bericht warnen die Forscher vor kurzfristigen staatlichen Eingriffen zur Senkung der Energiepreise, da diese den Markt verzerren könnten.

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Stattdessen empfehlen sie "zielgerichtete soziale Ausgleichsmaßnahmen", um einkommensschwache Haushalte zu entlasten. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche forderte daraufhin "mutige Reformen", um die geschwächten Wachstumsperspektiven zu verbessern. Die aktuelle Prognose fließt nun in die offiziellen Regierungsprognosen ein, die am 22. April veröffentlicht werden sollen.

Die revidierten Zahlen deuten auf eine länger anhaltende Phase schwachen Wachstums in Deutschland hin. Angesichts einer Inflation von über zwei Prozent und volatilen Energiepreisen stehen die Verantwortlichen vor der Herausforderung, Haushalte zu unterstützen und gleichzeitig die langfristige wirtschaftliche Stabilität zu wahren. Die anstehenden Regierungsprognosen werden voraussichtlich diese angespannte Lage widerspiegeln.

Quelle