Wohngeld in Osnabrück: Bis zu zwölf Wochen Wartezeit auf Bearbeitung
Herbert RennerWohngeld in Osnabrück: Bis zu zwölf Wochen Wartezeit auf Bearbeitung
Wohngeldstelle in Osnabrück kämpft mit wachsenden Verzögerungen
Die Wohngeldstelle in Osnabrück sieht sich mit immer längeren Bearbeitungszeiten konfrontiert, da die Anzahl der Anträge weiter steigt. Mittlerweile dauert die Bearbeitung bis zu zwölf Wochen – und die Wartezeiten nehmen weiter zu. Als Reaktion darauf hat die Behörde das Personal aufgestockt und zusätzliche Unterstützungsangebote für Antragstellende eingeführt.
Um den Rückstau abzubauen, wurden fünf feste Stellen geschaffen; neun weitere sind im Personalplan für 2023 beantragt. Heike Pape, Mitglied der Geschäftsführung, räumte ein, dass selbst mit neuen Mitarbeitenden die Einarbeitung Zeit in Anspruch nehmen werde – was die Verzögerungen voraussichtlich verlängern wird.
Antragstellende können ihre Unterlagen auf verschiedenen Wegen einreichen: über das Serviceportal der Stadt, per E-Mail, postalisch oder persönlich im Stadthaus 1 oder 2. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, bittet die Behörde darum, alle erforderlichen Dokumente direkt mit dem Antrag einzureichen.
Für spezifische Fragen wurde eine neue Hotline unter der Nummer 0541 323 3444 eingerichtet, die jedoch nur an bestimmten Tagen und zu festgelegten Zeiten erreichbar ist. Wer unsicher ist, ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht, kann mit dem Online-Rechner unter service.osnabrueck.de/wohngeldrechner eine grobe Einschätzung vornehmen – eine verbindliche Zusage ist damit jedoch nicht verbunden.
Bestehende Empfänger:innen erhalten ab Januar automatisch höhere Zahlungen, sofern ihre Bewilligungsfrist noch gilt.
Durch den Personalausbau soll die Wartezeit verkürzt werden, doch die Einarbeitung und die hohe Nachfrage bremsen die Fortschritte. Antragstellende werden aufgefordert, ihre Unterlagen sorgfältig zu prüfen und die angebotenen Hilfsmittel zu nutzen, um den Prozess zu beschleunigen. Mit einer Entspannung der Lage ist erst zu rechnen, wenn die neuen Mitarbeitenden voll einsatzfähig sind.






