Wohngeld Plus: Wie die Reform Familien und Senioren in der Mietenkrise entlastet
Herbert RennerWohngeld Plus: Wie die Reform Familien und Senioren in der Mietenkrise entlastet
Die deutsche Bundesregierung hat eine neue Wohngeldreform auf den Weg gebracht, um Haushalte in finanziellen Notlagen zu unterstützen. Unter dem Namen Wohngeld Plus soll das Programm einkommensschwachen Familien helfen, die keine Sozialleistungen beziehen. Steigende Preise für Lebensmittel, Energie und Mieten haben die finanzielle Belastung für viele Menschen im Land weiter verschärft.
Die Reform sieht eine deutliche Ausweitung der Förderung vor. Künftig werden dreimal so viele Haushalte anspruchsberechtigt sein, und die durchschnittliche monatliche Leistung steigt auf 370 Euro – doppelt so viel wie bisher. Das Wohngeld bleibt ein gesetzlicher Anspruch für berechtigte Mieter:innen, Eigentümer:innen und sogar Bewohner:innen von Pflegeheimen oder betreutem Wohnen.
Trotz des Bedarfs erhalten viele Senior:innen diese Unterstützung nicht. Mehr als die Hälfte der Anspruchsberechtigten stellt keinen Antrag, oft aus Unwissenheit, Scham oder wegen Schwierigkeiten mit digitalen Formularen. Um dem entgegenzuwirken, hat die Stadt Osnabrück einen Flyer mit dem Titel Wohngeld für Senioren erstellt, der über das Verfahren aufklärt und zur Beantragung ermutigen soll.
Vor Ort engagieren sich verschiedene Dienstleistungen, um zu helfen. Das städtische Online-Portal bietet einen Rechner zur Überprüfung der Anspruchsberechtigung. Das Wohngeldamt in Osnabrück unterstützt zudem mit telefonischen Beratungen und Hilfe bei der Antragstellung. Darüber hinaus organisiert der Seniorenbeirat der Stadt Informationsveranstaltungen in den Stadtteilen, um über Wohngeld und weitere Vergünstigungen aufzuklären.
Für weitere Beratung stehen Organisationen wie die Erwerbslosen-Selbsthilfe, Caritas und Diakonie mit zusätzlichen Hilfsangeboten zur Seite.
Die Wohngeld-Plus-Reform wird sowohl die Zahl der Empfänger:innen als auch die Höhe der Leistungen erhöhen. Mit Aufklärungskampagnen in Osnabrück und bundesweit soll sichergestellt werden, dass mehr anspruchsberechtigte Haushalte – insbesondere Senior:innen – die Unterstützung auch tatsächlich erhalten. Die Änderungen kommen zu einer Zeit, in der Inflation und Lebenshaltungskosten einkommensschwache Familien in ganz Deutschland weiter unter Druck setzen.






