Wolfsburgs Polizei und Historiker stärken Demokratie durch historische Bildung
Catrin KabusWolfsburgs Polizei und Historiker stärken Demokratie durch historische Bildung
Neue Partnerschaft stärkt demokratische Werte in der Wolfsburger Polizei
Am 7. Januar 2026 haben lokale Behörden und Historiker eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um Bildung und Bewusstsein für demokratische Grundsätze innerhalb der Wolfsburger Polizei zu fördern. Die Initiative verknüpft historische Forschung mit moderner Polizeiarbeit, um das öffentliche Vertrauen und das bürgerliche Engagement zu stärken.
Die Vereinbarung wurde von Anita Placenti, Leiterin des Instituts für Zeitgeschichte und Stadtvermittlung (IZS), und Oliver Grotha, Chef der Polizeidirektion Wolfsburg-Helmstedt, unterzeichnet. Beide zeigten sich optimistisch über die Zusammenarbeit und betonten ihr Potenzial, das Demokratieverständnis unter den Beamten zu vertiefen.
Das IZS gilt als zentrales Kompetenzzentrum Wolfsburgs für Archivforschung, politische Bildung und Gedenkprojekte. Es verbindet wissenschaftliche Aufarbeitung der Stadtgeschichte mit zugänglichen öffentlichen Formaten und fördert so eine offene und inklusive Gesellschaft. Durch die Partnerschaft sollen Polizistinnen und Polizisten historische Zusammenhänge erschließen, um ihre Rolle bei der Bewahrung demokratischer Prinzipien besser zu verstehen.
Im Mittelpunkt der Initiative steht das Programm „Demokratiefeste Polizei“. Es konzentriert sich darauf, Beamte darin zu schulen, demokratische Werte zu verinnerlichen und eng mit der Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten. Die Polizei wird dabei als Botschafterin der Demokratie gesehen – mit der Erwartung, sich persönlich für verfassungsgemäße Ideale einzusetzen, um Vertrauen aufzubauen und Extremismus entgegenzuwirken.
Zuvor hatte Carmen Scholze, die die Vereinbarung gemeinsam mit Grotha unterzeichnete, die Wolfsburger Polizei geleitet, bevor sie am 15. Dezember 2025 die Leitung der Inspektion Gifhorn übernahm. Ihre Beteiligung unterstreicht die Kontinuität des Programms über regionale Polizeistrukturen hinweg.
Die Partnerschaft ermöglicht es den Beamten, sich intensiv mit der Wolfsburger Stadtgeschichte auseinanderzusetzen. Durch die Förderung eines sensiblen Umgangs mit demokratischen Werten soll die Initiative antidemokratischen Tendenzen begegnen und das öffentliche Vertrauen festigen. Schulungen und historische Aufarbeitung bilden den Kern dieser langfristigen Bemühungen.