02 May 2026, 02:28

Wolfsrudel reißt fast gesamte Schafherde in Schwanewede – trotz 7.000-Euro-Schutz

Zwei Schafe auf einer bewaldeten Fläche umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit Text unten.

Wolfsrudel reißt fast gesamte Schafherde in Schwanewede – trotz 7.000-Euro-Schutz

Wolfsrudel reißt fast eine ganze Schafherde in Schwanewede nieder

In Schwanewede im Norden Deutschlands hat ein Wolfsrudel fast eine gesamte Schafherde gerissen. Der Angriff ist bereits der zweite dieser Art innerhalb von nur drei Wochen. Der Hobby-Schäfer Karsten Bode verlor trotz hoher Investitionen in Schutzmaßnahmen nahezu alle seine Tiere.

Die Wölfe griffen nachts an und hinterließen mehr als 20 Schafe mit schweren Bisswunden, vor allem im Halsbereich. Der Tierarzt Dr. Hinrich Horstmann musste drei Tiere sofort einschläfern. Weitere verletzte Schafe werden voraussichtlich in den kommenden Tagen getötet werden. Nur drei von Bodes 25 Schafen überlebten unverletzt.

Bode hatte rund 7.000 Euro in die Sicherheit seiner Herde investiert. Das Gehege war mit einem 1,70 Meter hohen Stahlzaun umgeben, der 60 Zentimeter tief im Boden verankert war. Obenauf befanden sich Stacheldraht und eine Elektrifizierung mit 10.000 Volt. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen drangen die Wölfe ein.

Nach dem Angriff beschlossen Bode und seine Frau, die Zucht ihrer seltenen und geschützten Schafsrasse aufzugeben. Die überlebenden Tiere brachten sie aus Sicherheitsgründen in einen Stall. Die Behörden teilten Bode später mit, dass sein Zaun nicht vollständig den Vorschriften entsprach – er erhält daher keine Entschädigung für seine Verluste.

In der Nähe lagernde Camper bemerkten vom Angriff nichts. Sie hätten dem Wolfsrudel begegnen können, während sich die Tiere noch in der Gegend aufhielten.

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Der Vorfall wirft Fragen zur Zukunft der Schafzucht in der Region auf. Landwirte sehen sich trotz kostspieliger Schutzmaßnahmen wachsenden Risiken ausgesetzt. Die lokalen Behörden haben bisher keine neuen Maßnahmen angekündigt, um weitere Angriffe zu verhindern.

Quelle