09 May 2026, 16:27

Zoos setzen auf Ökostrom: Wie erneuerbare Energien Tierparks vor der Krise retten

Eingang zu einem Zoo mit einem "Zoo"-Schild, umgeben von üppiger Vegetation, hohen Bäumen, einem hellblauen Himmel, einem Vordergrundpfahl und einem Maschendrahtzaun im Hintergrund.

Zoos setzen auf Ökostrom: Wie erneuerbare Energien Tierparks vor der Krise retten

Zoos und Wildparks in ganz Deutschland kämpfen mit steigenden Energiekosten

Die finanziellen Belastungen für Zoos und Wildparks in Deutschland nehmen zu, da die Energiepreise weiter steigen. Während einige Einrichtungen bereits Tiere abgegeben haben, um Kosten zu sparen, lehnen der Braunschweiger Zoo und der Wildpark Essehof solche Maßnahmen ab. Stattdessen setzen sie auf erneuerbare Energien, um die wirtschaftliche Lage zu entlasten.

Der Braunschweiger Zoo hat bereits Schritte unternommen, um seine Abhängigkeit von herkömmlichen Energiequellen zu verringern. Auf dem Gelände ist eine 80-Kilowatt-Photovoltaikanlage in Betrieb, die nicht nur die eigenen Anlagen mit Strom versorgt, sondern auch Überschüsse ins Netz einspeist. Geplant ist nun eine Erweiterung der Kapazität um weitere 12 Kilowatt, ergänzt durch die Installation eines 10-Kilowatt-Batteriespeichers.

Auch bei der Wärmeversorgung geht der Zoo neue Wege: Ein Blockheizkraftwerk arbeitet im Verbund mit einem Holzvergaser und einer Pelletheizung, um die Kosten im Griff zu halten. Dank dieser Maßnahmen bleiben die Energiekosten stabil – eine Reduzierung des Tierbestands ist daher nicht nötig.

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Der Wildpark Essehof setzt ebenfalls auf Nachhaltigkeit. Sein Biomasse-Heizsystem macht ihn weitgehend energieautark, sodass die Energiekosten nur 6 bis 8 Prozent des Gesamtbudgets ausmachen. Noch günstiger kommt der Wildpark Stöckheim davon: Hier liegen die Energieausgaben bei nur etwa 2,5 Prozent der Gesamtkosten.

Das Artenschutzzentrum Grasleben hat sich für Solarenergie entschieden. Photovoltaikmodule versorgen nun die Anlagen für wärmeliebende Tierarten und helfen so, die steigenden Kosten abzufedern.

Trotz der finanziellen Herausforderungen durch die hohen Energiepreise betonen sowohl der Braunschweiger Zoo als auch der Wildpark Essehof, dass sie keine Tiere verkaufen oder abgeben werden. Ihr Fokus auf erneuerbare Energien und effiziente Systeme ermöglicht es ihnen, den Betrieb aufrechtzuerhalten, ohne bei der Tierhaltung sparen zu müssen. Ob diese Strategie langfristig trägt, hängt davon ab, wie sich die Energiemärkte in den kommenden Jahren entwickeln.

Quelle