Zwischen Kampf und Karriereberatung
Deutschlands erstes Jugendtanzzentrum eröffnet offiziell in Berlin-Neukölln
Das Young Dance House hat mit Performances, Workshops und einer Fachkonferenz zum Thema Kinderarmut seine Pforten geöffnet. Finanziert von der Lotto-Stiftung und der Stadt Düsseldorf, soll es Tanz für alle Kinder zugänglich machen – unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familien.
Das Zentrum entstand aus dem Kulturvermittlungsprojekt TanzZeit, das von der Senatsverwaltung für Kulturelle Bildung in Berlin unterstützt wird. Sein Ziel ist es, Kindern aus allen sozialen Schichten die Möglichkeit zu geben, sich mit Tanz auseinanderzusetzen.
Bei der Eröffnung trat der Tänzer Eylo auf, während das Kollektiv Future Move die Performance Swarming zeigte. Besucher:innen konnten an einem Afro-Contemporary-Workshop unter der Leitung von Ahmed teilnehmen oder eine Krump-Session ausprobieren. Ein Crossover-Dance-Battle und eine Konferenz zu Kinderarmut rundeten das Programm ab. Der Social Muscle Club bereicherte das Angebot mit interaktiven Spielen, die den sozialen Austausch fördern sollten.
Neben Aufführungen bietet das Young Dance House auch Praktika in den Bereichen Kulturmanagement, Produktion und Pädagogik an. Ein besonderes Austauschformat namens My Dance ermöglicht jungen Tänzer:innen, ihre Arbeiten zu präsentieren und voneinander zu lernen. Zuvor hatten Finanzierungsprobleme das Projekt bedroht, doch eine Nachbesserung der Stadt Düsseldorf sichert nun jährlich 500.000 Euro zu. Zusammen mit den Mitteln der Lotto-Stiftung ist die Zukunft des Zentrums damit gesichert.
Das Young Dance House ist nun der erste feste Ort für Jugendtanz in Deutschland – und möglicherweise in ganz Europa. Mit Workshops, Performances und Ausbildungsmöglichkeiten wird es zu einem zentralen Treffpunkt für junge Künstler:innen. Die langfristige Finanzierung garantiert, dass die Angebote auch in den kommenden Jahren für Kinder offen bleiben.