3,5 Milliarden für E-Autos: Warum China profitiert – und Deutschland leer ausgeht
Catrin Kabus3,5 Milliarden für E-Autos: Warum China profitiert – und Deutschland leer ausgeht
Die deutsche Bundesregierung hat eine Subvention in Höhe von 3,5 Milliarden Euro für Elektrofahrzeuge eingeführt, die seit Januar 2026 zugelassen werden. Käufer können je nach Modell und persönlichen Verhältnissen bis zu 6.000 Euro erhalten. Allerdings profitieren vor allem günstige chinesische E-Autos von der Förderung – und nicht die heimischen Marken.
In den Autohäusern von Burkhard Weller haben sich die Verkäufe preiswerter chinesischer Elektroautos im Mai mehr als verdoppelt. Die meisten geförderten Käufe liegen im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro – eine Kategorie, die derzeit von chinesischen Herstellern dominiert wird. Deutsche Automobilkonzerne bieten in dieser Preisklasse keine E-Fahrzeuge an.
Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), kritisiert das Förderprogramm scharf. Es habe bisher nicht mehr Kunden vom Umstieg auf Elektroautos überzeugt, entgegen den Aussagen von Umweltminister Carsten Schneider. Weller schlägt vor, die Subventionen auf Gebrauchtwagen auszuweiten und die Ladeinfrastruktur zu verbessern. Zudem regt er an, Ladestationen nach dem Vorbild des Mobilfunk-Roamings mit einem einheitlichen, transparenten Preis bundesweit anzubieten – kombiniert mit niedrigeren Stromkosten.
Der 3,5-Milliarden-Euro-Fördertopf kommt vor allem ausländischen Herstellern zugute, insbesondere denen aus China. Händler verzeichnen eine starke Nachfrage nach günstigen Modellen, doch deutsche Hersteller haben in diesem Preissegment keine konkurrenzfähigen Angebote. Die Debatte über Wirksamkeit und Reichweite der Subventionen hält derweil an.






