03 May 2026, 16:56

70 Millionen Produktangebote: Warum Deutschlands Shopping-Plattformen im November 2025 massenhaft löschten

Hellgelbes Warnschild in einem Ladenschaufenster mit schwarzer Schrift, die "Vorsicht: Sicherheits-Katzenohren müssen in diesem Bereich getragen werden" liest.

70 Millionen Produktangebote: Warum Deutschlands Shopping-Plattformen im November 2025 massenhaft löschten

Ein neuer Bericht zeigt, dass Deutschlands größte Online-Shopping-Plattformen allein im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote gelöscht haben. Die vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) durchgeführte Untersuchung unterstreicht anhaltende Bedenken hinsichtlich unsicherer und verbotener Artikel, die weiterhin im Internet angeboten werden.

Der VZBV analysierte Daten aus der offiziellen EU-Datenbank für Produktentfernungen. Die Ergebnisse zeigen, dass 30 Millionen der gelöschten Angebote als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft wurden. Trotz dieser Löschungen warnt die Organisation, dass schädliche Produkte oft monate- oder sogar jahrelang verfügbar bleiben – selbst nach entsprechenden EU-Warnungen.

Die Verbraucherschützer kritisierten das aktuelle System und wiesen darauf hin, dass der Abgleich mit der EU-Datenbank unvollständig sei. Diese Lücke ermöglicht es, dass gefährliche Waren unentdeckt bleiben und auf dem Markt verbleiben. Als Reaktion fordert der VZBV nun strengere Maßnahmen, um zu verhindern, dass unsichere Artikel überhaupt erst inseriert werden.

Die fünf größten Shopping-Plattformen in Deutschland waren für den Großteil der Löschungen verantwortlich. Der Bericht deutet jedoch darauf hin, dass nachträgliche Entfernungen nicht ausreichen, um Verbraucher umfassend vor Risiken zu schützen.

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Die Erkenntnisse des VZBV verdeutlichen anhaltende Schwächen bei der Durchsetzung der Produktsicherheit im Internet. Angesichts von 30 Millionen unsicheren Angeboten, die in nur einem Monat entfernt wurden, fordert der Verband präventive Sperren statt der bisherigen Praxis, erst nachträglich zu handeln. Zudem betont der Bericht die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung mit dem EU-Warnsystem, um bestehende Schlupflöcher zu schließen.

Quelle