ABDA reformiert: 14 neue Abteilungen ersetzen altes Ressortsystem
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) steht vor einem tiefgreifenden internen Umbruch. Die Reformen folgen auf die Berufung von Franziska Erdle zur Hauptgeschäftsführerin im Jahr 2023 und zielen darauf ab, die Abläufe bis Mitte des Jahres zu straffen.
Unter Erdles Führung ersetzt die ABDA ihr bisheriges Ressortsystem durch 14 neu gebündelte Abteilungen. Diese Bereiche werden künftig direkt der zentralen Geschäftsführung unterstellt, was die Entscheidungsprozesse beschleunigen soll. Bisher war die Organisation in eigenständige Fachbereiche gegliedert, die jeweils von eigenen Leitern verantwortet wurden.
Mit der Neuordnung entfallen auch einige Schlüsselpositionen. Die seit zwei Jahren vakante Stelle des Apothekenreferatsleiters wird nicht wieder besetzt. Zudem treten die Leiter der Ressorts Rechtsangelegenheiten und Arzneimittel in den Ruhestand.
Erdles Amtszeit hat bereits zu einer Neuausrichtung geführt. Im Vergleich zu ihrem Vorgänger setzt sie stärker auf EU-Politikgestaltung und die Integration digitaler Gesundheitsinitiativen. Dies äußert sich in einer intensiveren Beteiligung an europäischen pharmazeutischen Gremien sowie einer engeren Abstimmung mit internationalen Apothekerverbänden. Öffentlich zugängliche Unterlagen über die politischen Auswirkungen dieser Veränderungen sind jedoch Anfang 2026 noch begrenzt.
Der Übergang zur neuen 14-Abteilungen-Struktur soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Das überarbeitete System der ABDA wird die Entscheidungsgewalt unter Erdles Führung zentralisieren. Im Zuge des Prozesses werden einige langjährige Positionen schrittweise abgebaut.






