AfD führt in Umfragen – doch bei Kommunalwahlen scheitert die Partei oft
Catrin KabusAfD führt in Umfragen – doch bei Kommunalwahlen scheitert die Partei oft
Die rechtspopulistische AfD liegt vor den Herbstwahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen vorn. Aktuelle Zahlen zeigen die Partei bei 41 bzw. 36 Prozent in diesen ostdeutschen Bundesländern. Dennoch musste die AfD trotz ihrer starken landesweiten und regionalen Unterstützung in diesem Jahr Niederlagen bei lokalen Wahlen hinnehmen.
Bei der Wahl zum Kreistag in der Uckermark setzte sich die amtierende CDU-Kandidatin Karina Dörk klar gegen den AfD-Bewerber Felix Teichner durch. Während ihres Wahlkampfs mied Dörk Debatten über eine „Brandmauer“ gegen die AfD und bezeichnete solche Diskussionen als „Scheinprobleme“. Stattdessen betonte sie Sachkompetenz.
Die Probleme der AfD beschränken sich nicht auf diese Wahl. Bisher gewann die Partei 2024 nur zwei von 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen in Ostdeutschland. Dies steht im Kontrast zu ihrem bundesweiten Aufwind, wo Umfragen sie mittlerweile mit zwei bis drei Punkten knapp vor CDU/CSU sehen.
Politikwissenschaftler weisen darauf hin, dass die AfD zwar an Zuspruch gewonnen hat, die meisten Wähler, die CDU und CSU verlassen, jedoch nicht zur extremen Rechten wechseln. Viele planen stattdessen, nicht zur Wahl zu gehen oder zu linksgerichteten Parteien überzulaufen. Die jüngste Folge des Politik-Podcasts Bundestalk – verfügbar auf Spotify, Deezer, iTunes und der Website – beleuchtet mögliche Strategien, um dem Aufstieg der AfD entgegenzuwirken.
Obwohl die AfD in Landesumfragen dominiert, gelang es ihr bisher nicht, diese Unterstützung in lokale Wahlerfolge umzumünzen. Mit den anstehenden Herbstwahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird sich zeigen, ob ihr bundesweiter Aufstieg auch in regionalen Erfolgen mündet. Die jüngsten Siege der CDU deuten hingegen darauf hin, dass einige Wähler nach wie vor etablierten Parteien den Vorzug vor dem Rechtspopulismus geben.






