AfD gründet umstrittenen Jugendverband "Generation Deutschland" in Niedersachsen
Gerdi BaumProteste begleiten Gründung der AfD-Jugend in Niedersachsen - AfD gründet umstrittenen Jugendverband "Generation Deutschland" in Niedersachsen
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat in Niedersachsen mit "Generation Deutschland" einen neuen Jugendverband gegründet. Die Veranstaltung fand unter Protesten und verstärkter Beobachtung durch die Landesbehörden statt. Rund 300 Demonstranten versammelten sich vor dem Gebäude, während die Gründungsversammlung hinter verschlossenen Türen stattfand.
Der Landesverband in Niedersachsen ist nun aktiv, mit dem 28-jährigen Bundestagsabgeordneten Micha Fehre als Vorsitzendem. Patrick Schwarzer übernimmt das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden, Adrian Maxhuni ist Ersatzmitglied. Ein elfköpfiger Vorstand wird die Aktivitäten der Gruppe in der Region leiten.
"Generation Deutschland" wirbt für eine Politik der Unterstützung junger Familien, wettbewerbsfähiger Wirtschaftspreise, einer Rückkehr zur Kernenergie sowie für strengere Migrationskontrollen, einschließlich Remigration. Fehre betonte, dass Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus abgeschoben werden müssten, und kündigte an, die Gruppe werde im Falle einer Regierungsbeteiligung für "Recht und Ordnung" sorgen.
Die Gründung erfolgt, nachdem die AfD in Niedersachsen von den Behörden als extremistische Bewegung eingestuft wurde. Verfassungsschützer warnen vor ideologischen und personellen Überschneidungen zwischen "Generation Deutschland" und der bereits verbotenen rechtsextremen Jugendorganisation "Junge Alternative". Das Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet den neuen Verband genau.
Seit dem bundesweiten Gründungsparteitag in Gießen am 29. November 2025 hat "Generation Deutschland" rasant an Mitgliedern gewonnen. Bis Februar 2026 gibt es Landesverbände in mindestens sechs Regionen: Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Auch der vor drei Wochen gegründete Bremer Verband steht unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden.
"Generation Deutschland" ist mittlerweile in mehreren Bundesländern aktiv und präsentiert sich als Plattform für junges politisches Engagement. Sowohl die inhaltliche Ausrichtung als auch die Führung der Gruppe werden kritisch geprüft, insbesondere ihre Verbindungen zu extremistischen Kreisen. Das Wachstum der Organisation spiegelt die Bemühungen der AfD wider, ihren Einfluss auf jüngere Wählerinnen und Wähler auszubauen.






