Anne Spiegel: Demokratie-Schulung für die Verlierer
Anne Spiegel: Demokratie-Training für die Verlierer
Teaser: Erinnern Sie sich noch an Anne Spiegel? Sie war jene Ministerin, die während der Flutkatastrophe – sagen wir mal – einen eher unglücklichen Eindruck hinterließ. Spiegel hat jetzt einen neuen Job – und Christoph Ruf kann nur den Kopf schütteln.
17. November 2025, 05:40 Uhr
Anne Spiegel ist zur neuen Sozialdezernentin der Region Hannover ernannt worden. Die Grünen-Politikerin übernimmt die Verantwortung für ein Budget von zwei Milliarden Euro und ein Team mit 1.000 Mitarbeitenden. Ihr monatliches Gehalt in dieser Position beträgt 11.650 Euro.
Spiegel setzte sich gegen 45 weitere Bewerberinnen und Bewerber durch. Eine Parteikollegin aus den Grünen hatte sie für den Posten vorgeschlagen. Ihre erste Rede in der neuen Funktion stieß auf Kritik, da sie sich in vagen Aussagen verlor und kaum Abgrenzung zur Amtsvorgängerin erkennen ließ.
Zuvor war Spiegel wegen ihres Krisenmanagements während der Flutkatastrophe im Ahrtal in die Schusslinie geraten. Berichten zufolge beschränkten sich ihre Maßnahmen damals auf minimale Änderungen an offiziellen Stellungnahmen. Kurz nach der Katastrophe trat sie einen vierwöchigen Urlaub an.
In ihrer neuen Rolle leitet Spiegel nun eine der größten Regionalbehörden. Ihre Führungsqualitäten werden sich nun in der Steuerung der Sozialleistungen und des beträchtlichen Haushalts bewähren müssen. Die Ernennung folgt auf frühere Kontroversen um ihre Entscheidungen in der Krisenbewältigung.