Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform durch Aktieninvestments für alle
Alex TintzmannAtomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform durch Aktieninvestments für alle
Anja Mikus, die Chefin des deutschen staatlichen Atomfonds Kenfo, fordert einen grundlegenden Wandel bei der Rentenreform. Ihr Vorschlag sieht vor, dass alle Versicherten – selbst mit kleinen Beiträgen – in Aktien investieren. Damit sollen die Kapitalmärkte gestärkt und gleichzeitig eine breitere Bevölkerungsschicht begünstigt werden.
Mikus leitet Kenfo seit 2017 und verwaltet dort ein Vermögen von rund 26,5 Milliarden Euro. Aufgabe des Fonds ist es, die Kosten für die Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken bis zum Jahr 2100 zu decken.
Ihr Plan umfasst ein verpflichtendes, aktienbasiertes Rentensystem nach dem Vorbild des schwedischen Staatsfonds AP7. Mikus ist überzeugt, dass die öffentliche Unterstützung für ein solches Modell wachsen wird, sobald dessen Vorteile sichtbar werden. Eine stärkere Ausrichtung auf die Kapitalmärkte würde ihrer Meinung nach langfristig mehr Menschen zugutekommen.
Der Vorschlag weist der deutschen Rentenpolitik eine neue Richtung: Aktien sollen eine zentrale Rolle spielen. Würde das Modell umgesetzt, müssten alle Versicherten teilnehmen – unabhängig von der Höhe ihrer Beiträge. Als Vorbild dient die schwedische Erfahrung, wo staatlich gestützte Fonds bereits erprobt wurden.






