12 February 2026, 15:30

Banken schließen Konten von VVN-BdA und Roter Hilfe – ohne klare Begründung

Eine Uhr mit den Worten "Citizens Savings Bank & Trust Co" darauf gegen einen weißen Hintergrund.

Banken schließen Konten von VVN-BdA und Roter Hilfe – ohne klare Begründung

Zwei deutsche Vereine, die VVN-BdA und die Rote Hilfe, sehen sich mit Kontoschließungen durch große Banken konfrontiert. Die Maßnahmen haben rechtliche Drohungen ausgelöst und Fragen zu den Richtlinien der Finanzinstitute wie der Commerzbank oder der Deutsche Bahn aufgeworfen. Beide Organisationen vermuten, dass die Kündigungen mit US-Sanktionen oder gewinnorientierten Entscheidungen zusammenhängen könnten.

Die VVN-BdA hat nach der Schließung ihrer Konten durch die Postbank, eine Tochter der Deutsche Bank, keinen Zugang mehr zu Bankdienstleistungen. Der Verband bringt die Kontosperrungen mit möglichen US-Sanktionen oder dem Streben nach höheren Gewinnen in Verbindung. Die Postbank hat sich weder zu den Kündigungen geäußert noch auf die Kritik der Organisation reagiert. Auch die Deutsche Bank als Mutterkonzern schweigt und verweist Anfragen an die Postbank zurück.

Unterdessen hat die Rote Hilfe einen vorläufigen Erfolg errungen: Ein Gericht erließ eine einstweilige Verfügung, die die Sparkasse Göttingen verpflichtet, die Konten der Organisation vorerst offen zu halten. Der Beschluss folgt auf die Aufnahme der Roten Hilfe in eine US-Sanktionsliste, die ursprünglich den Versuch der Bank ausgelöst hatte, die Konten zu schließen.

Die VVN-BdA prüft nun rechtliche Schritte gegen die Postbank. Drei ihr angeschlossene Vereine verloren ebenfalls ihre Konten bei der Sparkasse und stehen damit vor dringenden Problemen. Die Organisation kritisiert die mangelnde Transparenz beider Banken scharf.

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Die Deutsche Bank war historisch in NS-Verbrechen verstrickt, hat sich dazu in jüngeren Stellungnahmen jedoch nicht geäußert. 1998 einigten sich UBS und Credit Suisse auf eine Entschädigung von 1,25 Milliarden US-Dollar für Holocaust-Überlebende – die direkte Rolle der Deutsche Bank in dieser Vereinbarung bleibt jedoch unklar.

Die Kontoschließungen haben beide Vereine ohne stabile Bankverbindungen zurückgelassen. Während die VVN-BdA juristische Schritte erwägt, hat die Rote Hilfe ihre Konten vorerst durch gerichtliche Intervention gesichert. Die betroffenen Banken haben ihre Entscheidungen bisher nicht öffentlich begründet.