27 April 2026, 18:30

Baufirma im Landkreis Gifhorn: Betrugsverdacht erschüttert Hausbesitzer

Verlassener Gebäuderaum mit Graffiti an den Wänden, bröckelnden Strukturen, Geländern, Pfählen, Rohren und zerbrochenen Fenstern, mit einem Wasserzeichen unten.

Baufirma im Landkreis Gifhorn: Betrugsverdacht erschüttert Hausbesitzer

Baufirma im Landkreis Gifhorn wegen Betrugsverdachts unter Ermittlung

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Mehrere Hauseigentümer haben eine Baufirma aus dem Landkreis Gifhorn wegen Betrugs angezeigt. Die Vorwürfe betreffen nicht erbrachte Leistungen trotz geleisteter Zahlungen. Betroffen sind vor allem Immobilienbesitzer in der Region zwischen Harz und Lüneburger Heide. Viele berichten, sie hätten hohe Summen im Voraus für Materialien und Arbeitsleistungen gezahlt, die nie geliefert wurden. Ein Geschädigter verlor 140.000 Euro, nachdem das Unternehmen vereinbarte Arbeiten nicht ausführte.

Der Geschäftsführer der Firma soll demnach erhebliche Vorauszahlungen gefordert haben, bevor er Projekte einfach aufgab. In einem Fall ließ er bei einem Kunden einen Safe einbauen und wird beschuldigt, daraus 50.000 Euro entwendet zu haben. Zudem steht er im Verdacht, gefälschte E-Mails erstellt zu haben, um Kunden Rückerstattungen vorzuenthalten.

Versuche, das Unternehmen zu kontaktieren, blieben erfolglos. Die Website und die Social-Media-Profile der Firma sind nicht mehr erreichbar, Anrufe und E-Mails werden nicht beantwortet. Auch der Geschäftsführer und seine Ehefrau haben sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Bisher belaufen sich die gemeldeten Schäden auf über 300.000 Euro. Betroffene Hausbesitzer raten anderen dringend, vor Vertragsabschluss oder Zahlungen die Seriosität eines Unternehmens genau zu prüfen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt weiterhin gegen den Geschäftsführer wegen des Verdachts auf Betrug. Der Fall zeigt die Risiken auf, denen Hauseigentümer ausgesetzt sind, wenn Baufirmen hohe Vorauszahlungen verlangen. Bislang wurden noch keine Anklagen erhoben oder weitere Maßnahmen bekannt gegeben.

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