13 June 2026, 18:22

Bayerische Bahn erreicht historischen Pünktlichkeitstiefstand – nur noch 60 Prozent bei Fernzügen

GDL sieht aktuelle Qualitätsfiguren als Warnsignal für den Schienenverkehr

Bayerische Bahn erreicht historischen Pünktlichkeitstiefstand – nur noch 60 Prozent bei Fernzügen

Pünktlichkeit im bayerischen Schienennetz auf neuem Tiefstand

Die Pünktlichkeit im bayerischen Bahnverkehr hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. 2025 kamen Regionalzüge nur noch auf eine Pünktlichkeitsquote von 84,9 Prozent, während Fernzüge lediglich 60,1 Prozent erreichten. Damit hat sich die Lage im Vergleich zum Spitzenwert von 94,1 Prozent im Jahr 2020 drastisch verschlechtert.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verweist auf die zunehmend spürbaren Folgen der Infrastrukturprobleme im Schienenverkehr. Fast die Hälfte aller Verspätungen geht mittlerweile auf Mängel im Netz und laufende Baustellen zurück. Die daraus resultierenden Ausfälle führen zu Zugausfällen, überfüllten Bahnhöfen, überlasteten Waggons und verpassten Anschlüssen für die Fahrgäste.

Die GDL unterstützt zwar die Bestrebungen zur Modernisierung des Schienennetzes, betont jedoch, dass realistischere Bauzeitpläne notwendig seien. Kurzfristige Änderungen an Fahrplänen und Taktungen belasten sowohl das Personal als auch die Reisenden zusätzlich. Die Gewerkschaft fordert zudem, dass zuverlässige Fahrgastinformationen in der aktuellen Situation unverzichtbar seien.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jahrzehntelange Unterinvestitionen machen eine schnelle Lösung der Probleme unmöglich. Bevor das Angebot weiter ausgebaut wird, müssten laut GDL zunächst die bestehenden Defizite behoben werden.

Die Pünktlichkeit der bayerischen Bahn ist damit auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. Die GDL warnt: Solange die Infrastrukturengpässe nicht behoben werden, bleiben Verspätungen und Störungen an der Tagesordnung. Fahrgäste und Mitarbeiter leiden weiterhin unter den Folgen eines überlasteten Systems.

Quelle