19 March 2026, 10:47

Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kultursymbole aus – doch nicht alle sind begeistert

Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die eine Straße entlangmarschieren, Musikinstrumente spielen und Taschen tragen, mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund und einem geparkten Fahrzeug.

Wenn es grün ist, hopse weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kultursymbole aus – doch nicht alle sind begeistert

Mehrere bayerische Städte ersetzen Ampelfiguren durch regionale Kultursymbole

Mehrere Städte in Bayern haben begonnen, die klassischen Fußgängerampeln durch lokale Kulturfiguren zu ersetzen. Damit soll die regionale Identität gestärkt werden – doch nicht alle Vorschläge stoßen auf Zustimmung. Behörden warnen vor Sicherheitsrisiken und betonen die Notwendigkeit einheitlicher Verkehrssignale.

Der Trend begann mit kleinen, aber auffälligen Änderungen. München hat mittlerweile drei Ampeln mit Pumuckl, einer beliebten Kinderfigur. Straubing führte Bruder Straubinger ein, eine Gestalt aus der lokalen Folklore, während in Dachau die Ampelmännchen in traditioneller Tracht zu sehen sind. Die Kosten für die Dachauer Motive beliefen sich auf 300 Euro für Schablonen, hinzu kamen Gebühren für die grafische Umsetzung.

Nürnberg schloss sich im Februar 2026 an und installierte in der Äußeren Laufer Gasse eine Ampel mit Albrecht Dürers "Feldhasen". Augsburg erhielt von der Regierung Schwabens eine Sondergenehmigung, um Kasperl, eine Figur aus dem lokalen Puppentheater, abzubilden. Deggendorf entschied sich derweil für eine Knödel werfende Frau als Fußgängersymbol.

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Nicht alle Ideen setzten sich durch. Hofs ursprünglicher Plan, den berühmten Würstchenverkäufer "Wärschtlamo" zu ehren, scheiterte zunächst an Bedenken zur Verkehrssicherheit. Später erhielt die Stadt jedoch doch die Genehmigung – bald wird die Figur an einer Ampel zu sehen sein. Trotz der lokalen Begeisterung bleibt das bayerische Innenministerium vorsichtig und pocht auf klare, standardisierte Signale aus Sicherheitsgründen.

Die Initiative für kreative Ampeln spiegelt ein größeres Bestreben wider, regionalen Stolz zu zeigen. Während einige Städte ihre Kulturfiguren erfolgreich einführen konnten, kämpfen andere mit regulatorischen Hürden. Die Diskussion darüber, wie sich regionale Identität mit den Anforderungen an einheitliche Verkehrssicherheit vereinbaren lässt, dauert an.

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