Bergische IHK warnt in Berlin vor dem Niedergang der deutschen Industrie
Catrin KabusBergische IHK warnt in Berlin vor dem Niedergang der deutschen Industrie
Vertreter der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) haben diese Woche ihre Sorgen nach Berlin getragen. Dort trafen sie sich mit Regierungsvertretern, um auf die Schwierigkeiten der deutschen Industrie aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen dringend notwendige Reformen und die Forderung nach schnelleren Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen.
Die IHK-Delegation unter Leitung von Präsident Henner Pasch sowie den Vizepräsidenten Roman Diederichs und Andreas Groß führte Gespräche mit Stefan Rouenhoff, Parlamentarischem Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Auch regionale Abgeordnete nahmen an dem Treffen teil. Gemeinsam analysierten sie die wirtschaftlichen Belastungen, die auf der deutschen Industrie lasten.
Zu den zentralen Themen zählten stark gestiegene Stromkosten, die Bedrohung durch die Erbschaftsteuer für familiengeführte Betriebe sowie der wachsende Druck durch die internationale Konkurrenz. Die Gruppe warnte zudem vor den Folgen eines schrumpfenden Industriestandorts für die sozialen Sicherungssysteme. Alle Beteiligten räumten die schwierige Lage ein, betonten jedoch, dass das Tempo der Reformen über den künftigen Erfolg entscheiden werde.
Andreas Groß kritisierte das Fehlen mutiger Entscheidungen und forderte, dass Deutschland unpopuläre, aber notwendige Veränderungen angehen müsse. Roman Diederichs plädierte für eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik bei der Entwicklung von Lösungen. Henner Pasch unterstrich die Bedeutung mittelständischer Industrieunternehmen und bezeichnete sie als Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft.
Trotz unterschiedlicher Positionen zu konkreten Maßnahmen einigte man sich darauf, den Dialog offen und konstruktiv fortzuführen. Das Treffen endete mit der gemeinsamen Erkenntnis, dass die deutsche Industrie unter erheblichem wirtschaftlichen Druck steht. Beide Seiten verpflichteten sich zu weiteren Gesprächen, um die Herausforderungen zu bewältigen. Nun geht es darum, die Vorschläge in konkrete Maßnahmen umzusetzen, die den Sektor stabilisieren und stärken.






