Berlin–Hamburg-Strecke rollt wieder – nach elf Monaten Stillstand und massiver Kritik
Alex TintzmannBerlin–Hamburg-Strecke rollt wieder – nach elf Monaten Stillstand und massiver Kritik
Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist nach fast elf Monaten Sperrung wieder in Betrieb
Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten hat die Deutsche Bahn die Strecke zwischen Berlin und Hamburg wiedereröffnet. Die Bauarbeiten begannen im August 2025, verzögerten sich jedoch durch extreme Kälte zu Jahresbeginn – der Zeitplan verschob sich dadurch um etwa sechs Wochen.
Während der langwierigen Sanierung mussten Fern- und Güterzüge auf Ausweichrouten ausweichen. Der Regionalverkehr wurde nur auf Teilstrecken aufrechterhalten, sodass Fahrgäste auf über 200 Ersatzbusse angewiesen waren, um die Lücke zu überbrücken.
Trotz der Wiederinbetriebnahme am Sonntag steht das Projekt in der Kritik. Björn Simon, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, forderte die Führung der Deutschen Bahn auf, aus den Verzögerungen Lehren zu ziehen. Er betonte, wie wichtig zuverlässige Fahrpläne und eine bessere Kommunikation bei künftigen Sanierungen seien.
Anja Troff-Schaffarzyk, Verkehrsexpertin der SPD, unterstützte diese Forderungen. Sie argumentierte, dass Bauvorhaben an kritischer Infrastruktur künftig widerstandsfähiger geplant und mit verbesserten Notfallkonzepten ausgestattet werden müssten, um ähnliche Probleme zu vermeiden.
Nach monatelanger Vollsperrung ist die Strecke nun wieder befahrbar. Verkehrspolitiker von SPD und CDU drängen die Bahn, bei kommenden Großprojekten für mehr Transparenz und bessere Planung zu sorgen. Die Erfahrungen aus diesem Vorhaben dürften künftige Sanierungen prägen.






